Mittwoch, Juni 23

Fussball-WM

Frauen und Fussball - inkompatibel.
Da muss ich jetzt mit unserer Vuvuzela einmal gegentröten: Nöööööööööööp!
Wir haben es heute mal getestet und einen reinen Frauenabend zum Fussball-WM Spiel veranstaltet. Und es war soooooo lustig!
Zugegeben, wir hatten ein paar Startschwierigkeiten. Eine Freundin brachte eine Vuvuzela mit, was zunächst etwas schämliche Reaktionen auslöste. Aber nachdem man einmal dadurch getrötet hat, erfasst einen auch die kindliche Euphorie des Fussball!
Die ersten 20min gingen dennoch an uns vorbei, denn es gab frische Piccolinis! Nachdem die Ablenkung durch Essen allerdings vernichtet wurde, blieb nurnoch das Fussballspiel. Und wie klischéehaft es auch sein mag, aber wir haben jede Bewegung kommentiert. Als ich feststellte, dass wir dauerhaft den Kommentator übertönen mit halbprofessionellen Aussagen wie "SCHIESS DOCH EINFACH DU TROTTEL" oder "BOAH WIE KANN MAN NUR SO SCHEISSE SPIELEN" musste ich innerlich doch ein wenig schmunzeln. Im Gegensatz zu div. Freundinnen, habe ich mich ja wenigstens noch mit den Fussballregeln auseinandergesetzt und durfte nicht ohne Stolz die Flaggenbewegungen des Linienrichters erklären!
Endlich Halbzeit. Die hatten wir auch nötig. Nochmal kräftig in die Vuvuzela pusten und dann die Suche nach Süßigkeiten beginnen. "Im Kühlschrank sind noch Amicellis!" - "Hast du noch irgendwo Lakritze? Ich will Lakritze!" - "Hey schau mal, ich hab noch Chips gefunden!"
Besänftigt durch jede Menge Kalorienbomben sind wir wieder voll in unsere Diskussionsrunde geschlittert. Bis zum 1:0 durch Özil ging es dann um Beine enthaaren ("Ich hab so Borstenhaare, da tut wachsen voll weh!"), Männer mit Milchkaffee-Haut und Tattoos ("Also an dunkelhäutigen sehen Tattoos viel schicker aus - hoffentlich macht der da nachher Trikottausch!"), Schuhe ("Ich brauch unbedingt noch Sommersandalen mit Absatz!" - "Ich auch!" - "Ich auch!!" - "ICH AUCH!!!") und die wirklich wichtige Tatsache, dass Männergenitalien bedeckt bleiben sollten ("Sieht aus wie 'ne angebrannte Wurst." - "Ja, das hängt da einfach so.").
Natürlich haben wir dann aber zur Führung von Deutschland gejubelt und noch den Trikottausch abgewartet ("Du Notgeile! Siehst einen nackten Oberkörper und willst Sex!"). Aber dann hatten wir auch genug. Es war lustig, aber für sowas brauchen wir kein Fussball-WM Spiel zum Anlass.
Das nächste Spiel wieder mit unseren Jungs!

Montag, Juni 21

how dare you!

21. Juni 2010 - der erste Sonnentag dieses Jahres, den ich geniessen kann!
Nach tagelangem Regen und eisigem Wind wurde es auch Zeit, dass die Sonne sich mal durch diese traurige Wolkenansammlung drängt!
Hab' mich heute auch schon um kurz vor 7.00 Uhr aus dem Bett gekämpft und mir vorne am Markt lecker Wildpfirsiche und Kirschen gekauft.. mjamjam!
Passend zum Wetterumschwung wird es auch Zeit für andere Musik - weg vom Emorock, hin zur Summerparty! Und dank eines intensiven Gesprächs über Musik, bin ich mal meine 'älteren' MP3's durchgegangen und kann mit gutem Gewissen wieder Electro empfehlen. Wobei ich gerad nochmal beim durchgucken und meinem eigentlichen Musiktipp (boys noize - lets buy happyness) abschwenke, da es sich fürs casual summern nicht so gut eignet.
Aber, ich wäre nicht ich, würde ich nicht trotzdem etwas posten!



Aww Uffie!

Mittwoch, Juni 9

Und wie läufts so?

Wie immer!

Ich hatte ja letzte Woche meine Zahnextration. Sprich, ich hab mir 3 Backenzähne ziehen lassen, weil die nicht mit meinen Weisheitszähnen kommunizierten. Der Eingriff erfolgte in Vollnarkose, also alles kein Thema.
Am Sonntag dann das böse Erwachen. Es tat alles nochmehr weh, als direkt nach dem Eingriff. Meine Wangen wurden brennend heiss, die Schmerztabletten schlugen nichtmehr an, die Schmerzen zogen sich vom Unterkiefer über Oberkiefer bis zum Ohr und zur Schläfe. Ich bin also direkt wieder zur Zahnärztin und nach kurzem Drücken und Klopfen nun die Diagnose: gebrochene Kieferwand.
Sowas passiert.
Es passiert.
Einfach so.
Einkalkuliertes Risiko bei Zahnextrationen.

Gut, ich kann vor Schmerzen kaum schlafen, gehe hier durch meine persönliche kleine Hölle und die scheiss Tabletten wirken nicht. Sowas passiert natürlich (!) auch wieder mir. Ist ja nicht so, dass so ein Eingriff zu 90% komplikationslos abläuft. Nein nein..

Wie dem auch sei, ich ernähre mich von Brühe und Suppe und lutsche den ganzen Tag Wassereis. Wenn ich jetzt nicht noch wenigstens als positive Nebenwirkung 3kg abnehme..!

Soviel von mir. How's the world doin?

Donnerstag, Mai 27

Shut it!

Bin zu müde um irgendwas Sinnvolles von mir zu geben.



Heute ist einer dieser Tage..

Dienstag, Mai 25

Puma

Journey of Football




oh hell yeah, its summer

Montag, Mai 24

upside-down face

Die heutige Eröffnung gibt es durch einen Song, den ich Jahre nicht gehört habe und zum (gewünscht gefühltem) Sommeranfang wieder hoch und runter spielen kann!

Dashboard Confessional - As Lovers Go



Ich fühl mich irgendwie ein bisschen wie dieses Lied. Eigentlich läuft gerade nichts so wirklich wie es soll, aber mir gehts trotzdem gut. Meine Pläne für den Sommer stehen fest, ich werd viel unterwegs sein, in vielen deutschen Städten. Ich werd die WM sehen und mitfiebern und das allgemeine Feeling von Deutschlands Strassencafes aufsaugen. Ich werde die Tage, die ich nicht unterwegs bin, auf meiner Fensterbank sitzen und die Menschen in den Cafe's vor meinem Haus beobachten. Es ist dieses typische Feeling, welches nur zum EM/WM aufkommt. Alle zusammen, ganz Deutschland jubelt unter einer strahlenden Sonne, mit viel kaltem Bier.
Ich mag das.

Meine einzige Sorge gilt der Zahnbehandlung, die sich vom 03.06. bis zum 02.07. zieht. So mit Vollnarkose und allem drum und dran. Zuerst werden mir 3 Backenzähne gezogen, die sich auf Kosten der guten Entwicklung meiner Weisheitszähne irgendwie verabschiedet haben. Dann Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung (2,40 Euro pro Zahn, ist das jetzt viel oder wenig?) und ganz zum Schluß, am 02.07., krieg ich dann meine Frontzähne gemacht. Frontzähne = obere Schneidezähne. Durch das kleine Stück abgebrochenen Zahns krieg ich jetzt irgendwas darauf gebastelt, damits wieder lückenlos hübsch aussieht. Doof nur, dass der 02.07. auch der Tag der Paderborn-Reise ist. Viertelfinale per public viewing. Ob ich dann ganz dicke, betäubte Backen habe? Oder gar Schmerzen? Ob ich Alkohol trinken darf? Bitte lass mich was trinken dürfen (alte Schnapsdrossel)!

Dienstag, April 27

Ich lebe..

..in Sünde.

Heute morgen noch über das Sodom und Gomorrha der Konsumindustrie philosophiert, war ich eben erstmal shoppen. :D

Ach Scheisse

Ich kann nicht pennen.
Muss eh um 8 Uhr beim Zahnarzt anrufen.
Nachdem ich mir beim Pokern köstlich einen Ellenbogen in die Schnauze hab rammen lassen (war ein Unfall), muss ich hier mal das kleine Stückchen fehlenden Zahns erneuern lassen. Ist schon wieder viel zu lange her, also das mit dem Pokern, deswegen hab ich bisschen Angst, dass sich da irgendwie Karies durch die abgesplitterte Stelle frisst.
Und, wo wir schon dabei sind so herrlich offen über meine ungewollten Unfälle zu reden: Jetzt muss ichs doch mal erzählen. Und ich komme dafür in die Hölle.
Also, letzten Sommer hatte ich ein ziemlich ungewöhnliches Intermezzo mit einem "Kumpel". Nüchtern haben wir uns nur gebissen, und das nicht wortwörtlich, während wir im späteren, unnüchterem Verlauf eher wie 2 Duracell-Hasen waren. Nur ohne Sex. Was auch gut ist.
Haben halt geknutscht und ganz schön viel Scheisse gelabert. Von wegen Gefühlen und so. Und schon total lange bisschen verliebt ineinander! Und sowieso, wir sollten mal Daten! Alleine, zum richtigen Eröffnen einer eventuellen, monogamieähnlichen Zusammenkunft.
Nur war dann am nächsten Tag, nüchtern, alles wieder verdrängt. Zack, gestern Nacht war nichts. Du weisst von nichts, ich auch nicht. Bestens. Das Ganze hat sich dann auch noch wiederholt. Ich geh mal nicht näher drauf ein.
Aber dann ist, wie so üblich bei mir, alles aus dem Ruder gelaufen. Er hat mich beleidigt, ich hab ihn beleidigt, wir haben uns gestritten und nichtmehr miteinander geredet. Läuft.
Halbes Jahr später bin ich also ganz souverän drüber hinweg.
Date meinen Exfreund. [...] Sagen wir, es war weniger ein Date. Um wahrheitsgetreu zu bleiben. [...]
Und dann kommt der Sommeraffe (nennen wir ihn freundlicherweise so) wieder so halb in mein Leben (gleicher Bekanntenkreis, man kann sich ja nicht ewig durch 5 Gesichter durchbeleidigen) und macht erstmal einen auf beleidigt. Ja gut, mach doch, mir egal. War es mir dann aber doch nicht. Warum auch immer, ich habe WIEDERMAL (ich gebe mir eine geistige Ohrfeige) den ersten Schritt auf ihn zugemacht und sowas gesagt wie: "Du hör mal, das ist doch Kindergarten hier. Haben damals beide bisschen Blödsinn gemacht, brauch man ja nicht drüber reden, aber so beleidigen und hassen ist extrem anstrengend und ermüdend, lass doch wieder cool sein." Aber was wäre so ein Friedensangebot, wenn ich (also iiiiiiiiich) nicht noch so nen Satz hinterherhaue wie "Ja, und wo wir gerad dabei sind: Ich war bisschen in dich verknallt, nu isses raus, aber Thema hat sich erledigt, bin ganz cool.".

Wrrrrruuuummmmmmmmmmmmm. Einmal mit dem LKW übers Gesicht gefahren.

Hat er dann auch nichts zu gesagt. Also der Sommeraffe. Dacht ich mir, gut, läuft, sei halt weiter der kleine Prinz aus Zickistan.
Tage später kam er dann doch nochmal an, natürlich ganz lässig, fände das stark von mir, dass ich so vernünftig und erwachsen dahergekommen bin (hahahaha ICH, versteht ihr, ICH bin erwachsen und vernünftig! Hätte es aufnehmen müssen als Beweisstück für meine Unzurechnungsfähigkeit!).

So, also Ausgangspunkt: Wir sind cool.

Und dann reden wir im Freundeskreis über einen Kiezausflug mit Totalabsturz am Hamburger Berg. Ich will ja kein Arsch sein, also frag ich den Affen auch, ob er mitmöchte. Als Zeichen meiner Souveränität. Ich toleriere dich! Du darfst mitkommen! ICH BIN DRÜBER HINWEG!

Und was sagt er? "Ich hab da wen, möchte ich jetzt lieber viel Zeit mit verbringen."

Ganz trocken. Immer mit der Faust ins Gesicht.

Und ich kann dazu nur sagen: Ich bin nicht eifersüchtig! Schön für dich, dass du aus deiner sozialen Inkompetenz rausgewachsen bist und dich ernsthaft und nüchtern aufs andere Geschlecht einlassen kannst!

Innerlich hätt' ich aber am liebsten geschriehen, wütend und trampelnd, wie ein kleines Kind. Denn jetzt sieht es doch so aus: he moved on.
Und ich? Ich kann nichtmal sagen: "Ja, ich hab da auch wen!". Das ärgert die Persönlichkeit. Also meine.

Bin halt ein sturer Bock mit Personality-Issues.
Aber wenigstens hab' ichs jetzt meinem Blog erzählt.


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Go Bäng

So heisst einer meiner Lieblingsläden aus meiner Jugend. Go Bäng stand immer für besonders trendy, besonders chillig, besonders trashig und dabei natürlich markenorientiert. Ich habe so unendlich viel Zeit in diesem Laden verbracht (vielleicht weil ich auch in einen der Verkäufer verknallt war), dass ich quasi zum Inventar gehörte. Ein paar Converse haben zu der Zeit noch 150,- DM gekostet!
Lang, lang ist's her.
Heute ist das ein wenig anders. Ich bin zu einer Schuh- und Taschenfanatikerin geworden. Ob nun 150 oder 20 Euro, hauptsache haben. Alles in jeder Farbe. Sneaker, High Heels, Stiefel, Ballerinas, Peeptoes - can't get enough.
Nur die sexy Verkäufer fehlen. Aber vielleicht garnichtmal so schlecht, immerhin befinde ich mich ja noch im Chaos einer würdelosen Liebschaft.
Von Liebschaften und Co wollen wir aber garnicht erst anfangen.. Bleiben wir lieber beim Thema Konsumhure.
Es ist schon soweit, dass ich hechelnd vor einem Laden stehe, der mit günstigen Angeboten wirbt. Kaufen Sie 3, bezahlen Sie 2! Ohne meine Freunde wäre ich also schon arm, denn die stehen nur kopfschüttelnd (und zerrend) neben mir, bombadieren mich mit Sprüchen á la "Du hast ja erst 70 Handtaschen! Du brauchst keine mehr!"
Aber es zieht mich an. Die Frage ist nur, wieso? Wieso hab ich mich von einer Converse-tragenden Freizeitkifferin zur Diva mit Accessoires-Tick entwickelt? Und wann eigentlich?
Das Wann ist vielleicht noch erklärbar. Natürlich mit dem gesteigerten Einkommen nach Beendigung des Schulverhältnisses. Da geht man nichtmehr wochenlang bei Mutti betteln "Bitte bitte, wenn ich diese Converse kriege, schreib ich nurnoch einsen! Und ich putz die Küche! Und ich tu sowieso alles, was du willst!". Nein, wenn man sein eigenes Geld verdient, wenn der Punkt kommt, an dem Miete, Nebenkosten, Ernährung und Versicherung sorgenfrei bezahlt werden und trotzdem noch was übrig bleibt - dann kauft man sich Schuhe. Und Handtaschen. Und Gürtel. Und Ohrringe. Und Schnickschnack from hell. Ich hab mir zum Beispiel irgendwann Krawatten gekauft. Pinke Krawatten. Darunter ein weißes Top, dann ab auf die Piste. (War irgendwann mal so halb "in".)
Aber was ist mit dem Warum? Warum neigen Frauen, weiß Gott nicht jede, zum immensen Lustkauf von Schuhen und Handtaschen. Die Ausrede, dass man für jedes Outfit das passende braucht, ist spätestens mit der 10. Handtasche nichtmehr glaubwürdig.
Ich bin echt überfragt, woher diese klischeéhafte Verhalten kommt. Oder wie es entstand!

Gut, soviel zu meinem Wissensdurst am morgen (5.22 Uhr, ich muss echt pennen).
Falls jemand eine Antwort weiß, erreichbar bin ich immer per email. Und lasst ja den Blödsinn mit Links zu Shopaholics Selbsthilfegruppen!

Sonntag, April 25

Schnipp Schnapp..

..Haare ab!
So schnell kanns gehen.
Nennt man in meinem Freundeskreis "typische Nina-Aktion".
Kann ich jetzt auch nicht viel zu sagen. Habe Freitag mit 'nem oldschool Kumpel gequatscht, dann ist er weg und ich hab gedacht: Was soll der Geiz, die langen Haare nerven! Immer lange Haare gehabt. Reicht jetzt.
Und so schön das für Aussenstehende auch aussehen mag (man weiss ja, dass der Großteil der Bevölkerung lange Haare als Zeichen von Femininität deuten), ist es für Betroffene wirklich mehr Last als Lust.
Zum Beispiel: Man geht schwimmen, verliert dann sein Haarband im Wasser und hat den Salat im Gesicht. Kann mitunter zu Atemwegbehinderung führen. Tod durch eigene Haare in Luftröhre.
Oder zum Beispiel: Welche Frau kennts nicht! Man sitzt auf dem "Geliebten", knutscht bisschen, vielleicht tut man auch noch andere Dinge, aber man hat immer Haare im Mund. Die eigenen. Bedecken dann auch sein Gesicht. Von unten durch den Schleier gucken. Vorhang auf, hier läuft das Vorspiel!
Haarband gibts da nicht, weil sonst die Löwenmähne verschwindet und dann fühlen wir uns bieder. Nicht wild. Und das wollen wir nicht.
Aber nicht nur solch banale Zufallssituationen machen die lange Pracht zum Hindernis. Alltäglichkeiten. Dies sind die schlimmsten.
Lange Haare sehen morgens nicht lustig aus. Eher platt. Hängen schlaff runter. Vielleicht noch ein wenig mit dem Kopfkissen gekämpft, hallo Knoten. Muss man dann bürsten. Lange bürsten. Aber ist nur der erste Akt. Gibt ja dann noch das duschen. Und ungekämmt unter die Dusche ist wie 'ne Gratisbehandlung beim Rhastalockendreher. Auch nicht toll. Also merken: erst lange bürsten, dann unter die Dusche. Haare waschen. Brauch man immer bisschen mehr Shampoo, damit auch wirklich alle was abkriegen. Aber nicht reinrubbeln, gibt Spliss. Langsam einmassieren. Dauert auch nicht lange. Ausspülen. Fertig? Sicher nicht. Wir wollen ja keine trockenen Spitzen. Also Spülung rein. Ich bevorzuge ja Herbel Essences. Nicht gerade der versprochene Orgasmus, aber immerhin riecht es lecker. Das ganze dann 2min einwirken lassen. Wieder ausspülen. So, jetzt aber! Zack, Handtuch rum. Darf man aber nicht zulange drum lassen, sonst werden die Haare ja schon trocken, und dann hat man im langen Haar 'nen Knick. Einen Handtuchknick. Dann also Handtuch ab, ohne rubbeln, weil sonst Spliss. Wir erinnern uns!
So, alles klar, jetzt föhnen. Aber nicht über Kopf. Gegen den Strich föhnen lässt Haare brechen. Dann sieht man aus, wie zulange am Ballon gerieben. Wollen wir ja nicht. Wir wollen Haare wie in der Werbung. Lang, glänzend, leuchtend, und voll! Viele Haare, alle gesund. Also immer brav an die Regeln halten. Und das bedeutet: Jede Strähne einzeln föhnen. Immer in Wuchsrichtung. Mit Bürste vorweg. Ohne Spliss, aber mit Volumen. Wollen ja unser dünnes Haar wie in der Werbung haben. Ründbürste drunter, Föhn drüber, Strähne runterziehen, Föhn hinterher. Das ganze dauert dann je nach Haarlänge 30min oder weit mehr. Freut sich der Stromanbieter.
Dann aber fertig! Gebürstet, gewaschen, gespült, geföhnt. Und an alle Regeln gehalten. Mit dem Tennisarm dann Handtasche packen und los gehts. Raus aus der Tür, ab ins Unberechenbare. Das Wetter. Bester Freund des Menschen. Ok, der langen Haare.
Hamburg, mein Wohnort. Immer windig, immer feucht, manchmal regelrecht nass.
Gut, alles im Arsch. Haare sind genervt, plustern sich auf, fangen sich an zu wellen, hängen liebevoll im Gesicht.
Wir gucken dann wie: Wir lieben euch, Haare. Wir sind stolz auf euch. Schaut alle her, meine Haare sind so toll. Fantastisch. Grandios.
Kurzer Schwenk über die Schulter. Zur Demonstration.
Aber wir denken eher: Diese verfluchten Drecksdinger. So eine verdammte Scheisse. Ich könnt ausrasten. Na wartet. Wenn wir nach Hause kommen, könnt ihr was erleben!

Dann die Ernüchterung. Ich kann doch nicht einfach meine Femininität abraspeln!

Denkste! Haare zusammenbinden, Schere ansetzen.

Hab' ich getan. Jawoll.

Blonde Pracht auf meinem Fußboden. Kurz erleichtert. Blick in Spiegel.

Sieht verdammt scheisse aus.

Plan: 2 Monate einschliessen. Haare anbetteln, schneller zu wachsen. Gut zureden und versprechen, nie wieder eine Schere zu benutzen. Beten.

Samstag, April 17

im in love

with this awesome song!

(Two Door Cinema Club - Undercover Martyn (acoustic))

Sonntag, April 11

lucky?

Ok, ich hab wirklich lange nichtsmehr geschrieben und merke einfach, dass der Ausdruck, die Emotionen des Schreibens mir sehr fehlen. Ich bin also zurück!

Anfangen möchte ich natürlich mit einem Musiktipp (aus unzuverlässigen Quellen weiß ich, dass die immer gut ankamen!). Passend zum gefühlten Frühlingsanfang: Jason Mraz feat Colbi Caillat - Lucky



Und mir geht es eigentlich auch gerade sehr gut. Ich erlebe einen kleinen Höhenflug. Und das obwohl mein PC heute über den Jordan gesprungen ist und ich offensichtlich dringend einen neuen brauche (surfen geht gottseidank noch, alles andere führt zum Totalausfall). Aber jetzt hab ich mehr Zeit für mein ebook "Ich hab die Unschuld kotzen sehen". Soll in der antikommerziellen Szene der Renner sein - ich bin bisher noch nicht wirklich überzeugt. Daumen also auf mittel, keine Empfehlung!
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube der kleine Kerl mit der Fistelstimme in meinem Kopf hat endlich einen Schalter umgelegt. Ich konnte mich von einigen Dingen befreien und sie hinter mir lassen. Und das ist normal nicht meine Stärke. Und jetzt wo ich es schreibe, merke ich, dass ich mich irre. Hätte ich die Dinge hinter mir gelassen, würde es keinen IHN mehr geben, der mich nach wie vor durch meine schlaflosen Nächte jagd. Das leidige Thema. Kerle! Dass ich nachwievor und mit schlechtem Gewissen zwischen zweien stehe, kann ich allerdings derzeit sehr gut verarbeiten. Und ich merke, wie ich mich langsam aber sicher für einen entscheide. Just a good feelin'!
Hachja, und sonst so? Mal abgesehen vom unaufhörlichem Altern läuft eigentlich echt alles rund. Ich mach wieder Sport, fühle mich recht wohl und liebe doch das Gefühl alleine hier zu sitzen, meine Gedanken zu sortieren, mein Leben zu realisieren, zu fühlen wie die Kerze neben mir wärmestrahlend abbrennt, während ich mir einen schnulzigen Song nach dem anderen reinziehe. Ich bin nichtmehr Bridget Jones, ich bin vielmehr ich.

Do like.

Montag, März 2

Back in Business

Es ist 17 Uhr. Ich habe soeben ein paar meiner vorangegangenen Blogs gelesen und musste feststellen: Es hat sich wiedermal sehr viel verändert. Witzigerweise kommt man erst zu dem Bewusstsein, wenn man sein eigenes Leben als Eintrag im Internet nochmal nachliesst.

Folgendes: Ich hab meinen Job auf'm Kiez geschmissen, da blond, jung, lebenslustig nicht mit radikal-religioes und dominant zusammenpasst. Die Details behalte ich wie immer für mich. Passend zu meiner Kündigung bin ich krank geworden. Zuerst meine Schulter, dann mein ganzer Rücken, dann ein grippaler Infekt der sich wunderbar über Wochen verschleppen liess.

Dann eine Liebelei mit einem Berliner, natürlich zum scheitern verurteilt. Nach dieser ganzen "Allein"-Phase hab ich mich wohl zu sehr auf ihn eingelassen, denn jetzt tut es nur mir irgendwie weh, während er, Holla-die-Waldfee, eine platonische Beziehung zu mir sucht. Das fällt mir zuweilen sehr schwer. Er war die Verkoerperung dessen, woran ich schon garnichtmehr glauben wollte. Tollerant, liess mir meine Freiheiten, akzeptierte meine Ansichten, kämpfte dennoch mit mir, forderte mich geradezu herraus, war eifersüchtig, zeigte Interesse an meinem Leben, hatte einfach einen Sinn für meine Schwächen und Stärken.
Und dennoch, es hat nicht sollen sein. Dann eben Freunde. *Freunde* Hier darf man sich ein boesartiges Lachen meinerseits vorstellen.

Nunja, es gibt auch Positives zu berichten:
Ich war Ende November in Bremen und habe nach 5 Jahren meinen Bruder wiedergesehen. Er ist so groß geworden, jetzt 19 und hat sogar 'nen eigenes Auto. Der Sprung vom 14 jährigen Pubertär zum 19 jährigen Pubertär zu akzeptieren und anzunehmen war recht schwierig. Wir saßen in unserem ehemaligen Lieblingsrestaurant und haben über die Veränderungen gesprochen. Es war schoen, endlich wieder etwas aus der Vergangenheit zu spüren.
Meine Nächte in Bremen habe ich bei Julian verbracht. Wir waren zusammen in meiner ehemaligen Lieblingsbar und haben uns Cocktails gegoennt, die Ed van Schleck heissen. Der Barkeeper/Besitzer des Ladens hat sich den Abend über sehr nett mit mir unterhalten, fast so als wüsste er noch wer ich bin und wie wir jedes Wochenende bei ihm abgesackt sind. Good ol' times. Scheisse, der Laden war damals die reinste Koksbude. Und heute wirkt er fast schon bieder.
Anyway, ich hab dort mit Julian ein wenig getrunken. Als Dank kotzte er direkt vor den Laden. Gut, in der ehemaligen Koks und Abfuck-Bude kann ich mich jetzt auch nichtmehr sehen lassen.

Im großen und ganzen war es das jetzt so an Neuigkeiten. Ich gammel rum, interessiere mich für nichts und langweile mich in den Tag hinein.

Salute.

Montag, September 1

Mein neues Tattoo

Meine neueste Idee. Ich lasse mir auf den rechten Unterarm, natürlich auf der Innenseite, das Wort "Nazi" tättoowieren. Einfach so. Damit sich der Pöbel wieder etwas aufregen kann. Bevor es langweilig wird.

Gruß!

Mittwoch, Juli 16

One Way Ticket - einmal ganz tief runter, bitte.

Dass ich auf dem Hamburger Kiez wohne dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass ich dort arbeite ebenso. Dass mich Männer mitten auf der Strasse zu ungewöhnlichen Uhrzeiten ansprechen und mir Geld für ne Nummer im nahegelegenem Hotel bieten, ist auch mir neu. Ob 17 oder 7 Uhr, die Männer drehen durch. Gerade vor wenigen Tagen hat ein abwertendes Individuum mit 3000 Euro in kleinen Scheinen vor mir rumgewedelt, als ich genervt sagte, dass er sich mich garnicht leisten könne. Und anstatt mein anschliessendes Nein zu akzeptieren, stalked er mir bis vor meine Haustür hinterher und redet auf mich ein. Nur einen kleinen Blowjob, auch gerne in meinem Treppenhaus! Jetzt habe ich mir einen 2m großen, durchtrainierten und niemals lächelnden Türsteher vom Docks gepachtet. Er spielt meinen Freund und darf dafür gratis andere Leute bedrohen. Wenn er mich morgens von der Arbeit abholt fühle ich mich die 90m bis zu mir nach Hause sehr sicher. Ziemlich extrem sich einen falschen Freund zuzulegen, für 90m Heimweg, mhmh..

Abgesehen von meinen neuen Kiezerfahrungen stecke ich gerade in einem Betriebswechsel. Dieser fordert mir einiges ab. 10-12 Std pro Tag sind Normalität, zumal Can nun einen Monat in die Türkei fährt und Eva aller Vorraussicht gekündigt wird. Donnerstag bis Sonntag arbeite ich von 20 Uhr bis 06 Uhr, versuche meine 4 türkischen (männlichen) Kollegen etwas aufzulockern. Bisher klappt es ganz gut. Hidir, gesprochen Hdr, wird von mir nurnoch Ali Baba gerufen. Yusuf heisst Hadschi. Und Mehmet, der Mann der niemals lächelt, erbarmt sich schon dazu, nicht nur türkisch zu reden, sondern mich auch auf deutsch anzuschreien. Finde ich übrigens extrem süß. Also wenn ich auf türkisch angeschriehen werde. Ich antworte immer mit Yallah Yallah! Hab ich mal im Fernsehen gesehen. Schreien Araber immer, wenn sie ihre Kamele wegscheuchen. Meisst lachen die Jungs dann laut und werfen sich aufrichtig humorvolle Blicke zu. Das widerum erheitert dann mich. Und ich vergesse, dass ich eben noch auf türkisch für meine Geburt verflucht wurde.
Ein sehr peinliches Erlebnis war auch die Ansage von meinem türkischem Chef gestern abend. Istn cooler Typ. Besprechung im Büro. Mir wurde vorher schon entwarnend gesagt, dass ich gleich der Sündenbock sein werde. Puh, nur der Sündenbock. Wie entspannend. Der Plan war aber wohl folgender: Evas Fehler und Fehlverhalten sollte abgemahnt werden. Da sie aber zu übertriebener Labilität neigt und Springbrunnen aus ihren Tränensäcken schiessen, sobald man sie kritisiert, wollte man einen indirekten Weg gehen. Plan ging nicht so ganz auf. Obwohl unser Chef das komplette Gespräch über nur mir in die Augen sah, bis ich selbst schon fast dachte "ok, wenn er weiter so eindringlich auf mich einredet, fang ich gleich an zu flennen", hat sie sofort den Braten gerochen. Verdammt, sie sieht dümmer aus als sie ist. Naja, irgendwann fingen die Diskussionen an. Fehler. Niemals mit Chef diskutieren. Ich hab einfach auf den Boden geguckt und versucht die Steckdosen zu zählen, welche sie ungekonnt unterm Schreibtisch verstecken. Und dann hörte ich plötzlich folgenden Satz: "Ja, aber Eva, verarsch mich doch nicht, ich guck mir doch immer die Videobänder an!" Videobänder. Videokameras. Verdammt, ich wusste, dass welche über den Kassen und überm Eingang hängen, aber dass er 17 (!) Kameras im Laden versteckt hält, war mir neu. Und dann kam sie schon, die Röte in meinem Gesicht, vor Scham und weil ich wusste, was er gesehen haben muss. Und nein, nicht dass wir es unausgesprochen lassen, wir erwähnen es besser nochmal vor Eva, damit ich als kompletter Idiot dastehe. Vorbildlich: "Na, Nina steht auch immer hinterm Tresen und wackelt mitm Arsch zur Musik, ist schön anzusehen und das wichtigste: sie zeigt, dass sie Spaß am arbeiten hat und vermittelt das auch unseren Kunden!" Okay. Das ist erniedrigend. Bisher fühlte ich mich immer unbeobachtet bei meinen unsexy Tanzeinlagen. Mitm Arsch zum Tresen und Regale auffüllen. Mach ich nichtmehr. Also Arschwackeln. Jetzt weiss ich, dass ich beobachtet werde. Und dass man es "nett anzuschauen" findet. Uncool. Jetzt denkt Eva ich hätte den Arschwackelbonus. Und während mein Chef schon wieder von Respektlosigkeiten gegenüber Kollegen redet, frage ich mich: Sieht mein Arsch dann fett aus wenn ich die weisse Hose trage. Weiss macht immer Fett. Und dann noch durch so kleine, versteckte Kameras. Hat die Frau meines Chefs die Bänder auch gesehen? Oh Gott, der Sicherheitsdienst hat auch uneingeschränkten Zugriff auf die Bänder. Ich fühle mich schlagartig wie Bridget Jones auf der Feuerwehrstange. Ich versuche die Vorstellung meines fetten Arsches in Großaufnahme zu verdrängen und möchte nach Hause. Nachdem Eva schon die Fontäne losgelassen hat, möchte ich lieber zuhause weinen. Mit einer Flasche Wein. Und Süßigkeiten. Und einem alten Kitschfilm. Oh Gott, ich bin Bridget Jones! Oh Gott, okay, Kompromiss. Anstatt eines alten Klitschfilms gibt es "Ey man, wo ist mein Auto". Würde Bridget Jones nie angucken. Und schon ist die Welt wieder bunter.

Donnerstag, Juni 19

music anyone?

Mit diesem Lied verbinde ich eine kleine Affaire unschuldiger Natur. Mag im ersten Augenblick wie eine typische Boyband klingen, die ein wenig die Emo Schiene für sich entdeckte, überrascht aber beim 2. hinhören! ;) Leider sind div. Worte zensiert, aber wer auf youtube die Wörte Fuck und Co hören will, dem kann ich nur das Cristiano Ronaldo Video empfehlen - watch it!

btw ich liebe den Titel! -> lying is the most fun a girl can have without taking her clothes off (v. Panic! at the Disco)




Und für den Femalevoice-Liebhaber hab ich noch eines meiner absoluten Lieblingsvideos von Björk rausgesucht: Hunter

Mittwoch, April 30

Sie bleibt nunmal die Beste

Montag, März 10

Fortsetzung der Vergangenheit

Nun, ich wollte mich ja wieder meinem Blog widmen. Und da ich ungerne von Zukunftsplänen erzähle, werde ich erzählen, was so passiert ist.

Ich habe mal nachgesehen: Meine letzten Blogs waren gesprickt mit Beziehungsdramen und der Suche nach einer neuen Wohnung. Folgendes hat sich getan:

Ich bin umgezogen. Zum 01.01. hab ich eine recht gemütliche Wohnung auf dem Hans-Albers Platz bekommen. 2 Zimmer, Stuck an Teilen der Decke und viel Platz für mich alleine. Einher mit meiner neuen Wohnung kam die Kündigung. Ich war jedoch nicht die Einzige. Alle meine Kollegen bekamen eine Kündigung. Eine Woche vor Weihnachten. Als ich nach dem Grund fragte, sagte meine CHefin sie wolle den Laden schliessen. Achja, und man dürfe keine Affairen mit Stammgästen haben. Das hat mich kurzzeitig umgehauen. Nicht die Tatsache, dass man sowas nicht haben darf - ist ja ok - aber dass sie denkt, ich hätte eine Affaire! Mit einem Stammgast! Woher zur Hölle nimmt sie ihre Informationen? Whatever, ich bin also meinen Job losgeworden, hatte aber genug gespart um die 1050 Euro Kaution + die ersten beiden Monatsmieten zu bezahlen. Dazu kam noch eine Menge neues Inventar. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Job-Angebote erhielt ich nach meiner Kündigung nur mässig. Ich wollte einfach nicht auf dem Kiez arbeiten, aber jeder bot mir nen Job in einer Kiezkneipe / Discothek an.
Also doch mal im Docks reinschnuppern. Wenigstens stimmt das Trinkgeld.

Dino wohnt nun wieder in Winsen. Das war für uns beide mehr als schwer. Die ersten Tage haben wir oft telefoniert, bis ich ihn dann endlich besuchen fuhr. Nun bin ich mehr in Winsen als in Hamburg. Ich erledige alles von hier aus, fahre nur wenns nötig ist nach Hause. Ansonsten gibts ja online-banking. ;]

In Winsen hab ich eine Menge neuer Leute kennengelernt. Die meissten sind Dino's Jugendfreunde. Allen voran Achim. Oh Achim. Ein Thema für sich. Zuerst mochte ich ihn nicht, dann hab ich für ihn geschwärmt, und jetzt mag ich ihn wieder nicht. Eine Art Hassliebe. Ich glaube er weiss selber nicht was er will, weswegen er mich fast täglich anders behandelt. Aber egal, schliesslich mag ich ihn derzeit nicht!

Und nun haben wir schon März. Es wird langsam wieder annehmbar draussen. Die Sonne scheint! Zeit sich wieder nen ordentlichen Job zu suchen. Morgen fahr ich mal nach Hause und schau ob ich ein paar Bewerbungen raushau.

Rawr!

Donnerstag, Februar 28

Ein kleiner Einblick

in mein Leben, welches in die letzten 5 Monate führte.

Ich habe gelebt wie eine Hostess. Ich habe mich mit namenhaften Hamburger Unternehmern rumgetrieben, war mit ihnen in Berlin, bin mit einer Limousine durch die Stadt, von Club zu Club gefahren. Ich habe Kaviarhäppchen gegessen und Champagner getrunken. War in allen VIP-Bereichen der Stadt und musste feststellen - das bin ich nicht. So schön es auch war, aber ich fühlte mich gekauft. Wurde rumgezeigt wie eine Trophäe.. Der Mensch, der mich in diese Welt einführte, ist verheiratet und ich hab ihm mit meiner plötzlichen Abweisung wohl sehr verletzt, denn er hatte seiner Frau von mir erzählt. Und dann liess ich ihn hängen. Ich habe es niemanden erzählt, nicht meinen Freunden, noch meinen wannabe-Psychologen (genannt "Freunde auf Abruf"). Ich habe es nicht erzählt, weil es mir peinlich war und ich mir gut vorstellen kann, dass es mir sowieso niemand geglaubt hätte. Denn ich war "sie", die Person, die mit einem reichen Kerl ausgeht und dafür in die Welt der Reichen und Schönen eingeführt wurde. Heute, 2 Monate nach Beendigung dieses recht abstinenten Verhältnisses auf Zeit, bin ich bereit dafür gerade zu stehen. Ich werde mich entschuldigen, werde ihn noch einmal treffen und ihm erklären, wieso ich nicht so sein will. Denn ich mag mein Leben am Rand zur Wahnsinnigkeit. Das chaotische, das unorganisierte, das ungebundene Ich. So soll es sein. Aber ich schätze, die Erfahrung habe ich gebraucht um nichtmehr mit neidischem Blick zu fragen: Was wäre wenn?

Mehr möchte ich heute nichtmehr dazu sagen.

Salut.

Mittwoch, Februar 27

Aufstehen

Es wird Zeit mich wieder mehr um mich und meinen Blog zu kümmern. Aber bevor ich den nächsten Post ansetze, möchte ich eine klasse Sängerin mit einem klasse Song für sich sprechen lassen!


Adele - Chasing Pavements






drecks youtube - embed disabled by request. habs aber mal refreshed, denn das video ist eindeutig klasse!

Samstag, Dezember 29

Sin

Ich habe gerad einen sehr alten (4 Jahre) Beitrag von mir gefunden, den ich in einem Forum verfasst habe. Worum es da ging, ergibt sich aus meiner Antwort. Und ich finde noch heute, dass dieser Beitrag einer meiner "wertvollsten" ist.



Mhh, findest du nicht, dass Menschen die anders sind, wesentlich besonderer sind? Also ich sehe das so. Wenn man sich von der Masse abhebt, dann doch nicht nur aus Mangel an Kontaktfreudigkeit und Selbstbewusstsein.
Meiner Meinung nach haben solche Menschen bloss empfindlichere Wahrnehmungen, was zu Depressionen führen kann und wodurch man sich immer anders fühlt.
Seh' es positiv. Vielleicht bist du anders, aber das heisst nicht das du schlechter bist .. vielleicht sogar besser?

Montag, Dezember 17

Wenn die Notgeilheit zuschlägt..

Ich bin heute mal offen. Offen und ehrlich. Einigen wird das nun zu offen werden, aber - ich muss es mir von der Seele quatschen! (Wieso ich es sonst kaum jemandem erzählen kann, wird sich im Laufe des Textes erschliessen.)

Samstag.
Eigentlich müsste ich arbeiten. Zumindest steht auf meinem Schichtplan: Nina 11.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Aber ich habe keine Lust. Und es ist das erste mal in meiner Karriere, dass ich blau mache. Punkt 17 Uhr gehe ich. Ich bin krank! Krank und verabredet. Eine Arbeitskollegin und ich wollen einen männerfreien Abend mit viel Alkohol und tanzen und .. Alkohol.. und usw. Um 20 Uhr erscheint sie bei mir, wir quatschen ne Runde und nehmen dann ein Taxi in die Nox-Bar. Da gibt es halt immer Alkohol. Und Kerle. Aber wir wollten ja ohne. Aber wer hat Dienst? Johnny und Mario. Perfect Game. Während meine Begleiterin eine Stunde an ihrem Cocktail nippt, trinke ich 3 und die obligatorische Coke. Wir entscheiden uns weiter zu fahren - mit dem Beisatz: "rawr ich hab die Wohnung heute Nacht für mich alleine.. und Mario nehm ich mit!"
Steffi, meine Begleiterin, schmunzelt. Ich weiss, sie nimmt mich nicht ernst. Sollte sie auch nicht. Aber irgendwie wusste ich, dass meine Pläne geschmiedet waren.
Whatever. Mit dem Taxi gehts auf den Kiez. Wir schauen ne Runde bei Eddie dem Luden rein. Steffi amüsiert sich köstlich, hat den Logenplatz zum Nutten-beobachten gefunden. Nach einem Drink geht es zum Club Bizarre. Der Türsteher will mich nicht reinlassen. "Ausweis!" Ich frag ihn, wie alt er mich schätzt und er sagt doch tatsächlich "irgendwas zwischen 16 und 19!". Ich lache, zeige ihm meinen Ausweis und meine Begleiterin schmeisst ihm mein wahres Alter an den Kopf. Etwas erschrocken gewährt er uns Eintritt. Ein bisschen gucken hier, kichern da.. Finden tun wir nichts.
Wir entscheiden uns nun für den Funky Pussy Club. Da gibt es immer witzige Menschen zu beobachten und ich denke, die Musik ist Steffis Stil. Im Funky Pussy Club folgt mehr Alkohol und einige Fingerzeiger auf sehr extreme Menschen. ;)
Allerdings haut mich der Bass etwas um. Der Alkohol vom Vorabend (nein, ich mutiere nicht zur Alkoholikerin) mag sich nicht mit Bass und Magen vertragen. "Steffi, mir is schlecht.."
Wir entscheiden uns für den Heimweg. Wir trennen uns vor der U-Bahn Station. Ich steige ins Taxi. Wohin soll es gehen? Na, nach Hause! Aber irgendwie.. ich weiss nicht warum! .. ich lande vor der Nox-Bar. Die hat eigentlich schon geschlossen und die Jungs feiern ihren Feierabend. Trotzdem lassen sie mich rein, kennen mich ja. Ich werde auf Champagner eingeladen, Johnny hat ja gekündigt und treibt es nun lieber wild als beherrschend. Wir trinken immer mehr.. und mehr.. hups Flasche 2 und 3 sind ja auch schon leer. Zwischendurch tanzt Axel mit dem 1,20m hohem Weihnachtsmann und haut ihm anschliessend den Kopf ab. Als Beweis haben wir ein Handy-Video! JA! DU HAST SANTA GETÖTET! Johnny und ich tanzen zu Dirty Dancing. Als er mich an sich drückt, schreit er ganz schamlos: "Das ist mein Handy!" - Johnny hat kein Handy.
Dann passiert es: Mario fragt mich nach Micha. Für alle ahnungslosen: Micha ist meine Affaire, mit der ich Stammgast-mässig in der Nox-Bar verkehre. "Er ist nicht mein Freund, lediglich Spass." - Jungs, holt die Gewehre raus, es ist Jagdsaison! Das Wild hat sich soeben willig und zum Abschuss frei gegeben.
Nun passiert wieder etwas unerwartetes. Johnny zeigt auch Interesse. 2 Jäger, 1 Wild. Sowas kann nicht gut gehen. Und jetzt fängt es an mir unangenehm zu werden. Es fallen zuviele eindeutige Sprüche. Johnny massiert mir unaufgefordert den Nacken und flüstert mir zu "Wer Wind säht, wird Sturm ernten." Und ich weiss, dass Johnny eine Freundin hat. Aber Gosh.. dieser Alkohol..
Ich spiele also mit.
Wohlwissend keine Grenzen überschreiten zu wollen.
Und da ist es! Danke! Ich finde mich wieder. Betrunkener denn je, aber sehr eindeutig jegliche Verführungsversuche abschmetternd. Dabei hab ich sie provoziert.. Irgendwie lande ich mit den Jungs dann doch noch im zwo11. Mario zieht mich Richtung Toilette, ohne Hintergedanken verschwindet jeder dorthin wo er hingehört. Johnny folgt uns, anscheinend will er etwaige Anbandelungen unterbinden. Verflucht, es ist 5.30 Uhr in der Früh und ich hab mächtig einen im Tee - denkt ihr wirklich da geht noch was? Eher nicht!
Johnny rafft es schnell, als beide mir an der Bar die Hand auf den Rücken legen wollten und ich schon ziemlich genervt reagierte. "Dieses angetatsche nervt langsam, hm? Na, das ist auch sehr unhöflich von uns!" Ab dann sind sie distanzierter. Und ich danke Johnny für seine Art. Er ist halt doch ein Schatz! Wenn auch manchmal ein recht anbiedernder.. ;)
Um 6 Uhr lasse ich mir ein Taxi rufen. Die letzten 30min habe ich nämlich damit verbracht einem penetrant nervemden Kerl zu verklickern, dass ich mir kein 50 Euro Feuerzeug kaufen würde, auch wenn er noch so damit prahlt - "Ein Feuerzeug ist dazu da, Feuer zu machen und wenn ich sowas haben will, kauf ich mir den Scheiss für nen Euro an der Tanke!" Ich werde als arrogantes Stück geadelt und geniesse sichtlich genervt seine Enttäuschung über mein Nicht-Interesse.
Um 6.17 Uhr betrete ich unsere Wohnung. Alleine. Und auch hier erwartet mich nichts. Ein Vorgeschmack auf meine neue Wohnung ab dem 01.01. - denn Dino ist über Nacht in Winsen bei seinem besten Freund. Also steige ich -alleine- in unser Bett -wo mich nichts erwartet- und stelle den Wecker auf 9.15 Uhr -da ich ja auch noch arbeiten muss-.

Nach 3 Std Schlaf und 10 Std Arbeit bin ich mir nun darüber bewusst, dass ich mir endlich mal nen richtigen Kerl anschaffen muss. So Freund mit Gefühlen und Treue und so. Bewerbungen bitte per e-mail oder wahlweise in die Comments. Vorrausetzungen: Du bist nicht mein Mitbewohner. Du bist nicht verheiratet. Und du bist nicht Barkeeper in meiner Stamm-Bar.

Salut. (nicht französisch!)

Freitag, Dezember 7

Ein Abend in der Nox-Bar feat. Mikey und sexy Mario

Ich für meinen Teil sage immer: Alkohol in Maßen, ich kenne meine Grenze. Und heute spüre ich die Auswirkungen vom bewussten Grenzüberschreiten.

Rückblick:
Donnerstag, 14.30 Uhr. Ein Arbeitskollege und ich wollten unseren freien Tag damit verbringen, uns das neue Tropenaquarium des Hagenbeck Tierparks anzusehen. Leider wurde ich versetzt, dummes Missgeschick. Er hat mir eine SMS geschrieben, dass er nicht kann. Haken: Ich habe garkein Handy. Also bleibt mir massig Zeit mich auf den Abend vorzubereiten. Das heisst: Duschen, schminken, Haare machen, anziehen. Sowas dauert bei mir, wenn es nahe an meiner persönlichen Perfektion sein soll, 3-4 Stunden. (Es gibt halt viel zu tun.)
Etwas unpünktlich kam ich dann in der Nox-Bar an. 20.30 Uhr. Ich wurde schon erwartet. Mikey feiert nämlich heute seinen Geburtstag. Sofort fängt er mich ein, zeigt mir wo die anderen sitzen. "Was möchtest du trinken?" Ich hätte gern eine Coke, aber dieser Wunsch wird nicht akzeptiert. Aber wir finden einen Kompromiss: Ich krieg ne Coke, in Verbindung mit einem White Russian. Nachdem ich gute 20-30 min an meinem White Russian genuckelt habe, mache ich wohl die ungeschickteste Aussage meiner "Trinken-mit-Mike"-Karriere. "Tequila?" Plötzlich stehen 6 vor mir. Trinken werde ich bis zum Ende des Abends aber nur 3. Und der letzte war schlecht, ich könnt drauf schwören.
Wie dem auch sei, der Abend verläuft wie ich es erwartet habe: Werner kommt noch vorbei und unterhält sich mit Ramses den ganzen Abend über meine Tauglichkeit als Darstellerin in seinen "Filmchen". Natürlich müssen dafür mein Hintern und mein Vorbau ungeniert angestarrt werden. Aber heute bleiben sie vergleichsweise nüchtern und charmant! Roland stiess des späten Abends noch dazu und könnte nun zu einer echten Gefahr werden, wenn er plappert. Ich hoffe nur, er plappert nicht.
Uh, da war ja der neue Tresenkerl. Johnny arbeitet nichtmehr alleine, sondern hat sich nun noch einen dazugeholt. Lecker Mario. Allerdings fiel meinem Begleiter meine Vorliebe zu dieser süssen Tresenschlampe eher auf, als mir selber. "Nina hat sich in Mario verknallt." Als diese Aussage durch unsere kleine Gemeinschaft schallte, merkte ich erst, dass ich ihn die ganze Zeit musterte und beobachtete - und in gleichen Zügen von meinem Begleiter beobachtet wurde.
Der Abend endete, so wie betrunkene Abende nunmal enden: Gute Ratschläge, kleine Diskussionen über Beziehungschaos und aufmunternde Worte zu fehlgeschlagenen Missionen. Für mich endetete er allerdings nur in dem Bewusstsein: 2 Coke + 1 White Russian + 3 Tequila + 4 Grashopper + 1 Kir Royal (Ja, Dekadenz gehört dazu.) = böse!

Donnerstag, November 15

whoop whoop

Nachdem sich nun rausgestellt hat, dass ich die Wohnung nicht halten kann, suche ich verzweifelt eine neue (bezahlbare). Altbauwohnungen im Kultviertel von Hamburg sind also ausgeschlossen.
Seit Tagen hänge ich mit der Nase im Hamburger Abendblatt und suche. Aber man findet echt nur schrott. Nun hab ich die Option "Viertel mit Ausgangssperre" oder "AdW ohne Anbindungsmöglichkeit".

Aus dieser Wohnung im Herzen der Schanze auszuziehen wird mir wirklich schwer fallen. Und ich weiss, ich werde nichts Vergleichbares finden.

Uh da fällt mir ein, ich muss Thilo mal anrufen. Hallo Thilo! Siehst du, ich denk an dich. :)

Das Hotel für meinen Berlintrip hab ich auch schon gebucht, allerdings ist mir ein wenig mulmig. Hab ich eigentlich je davon erzählt? Durch die Veröffentlichung dieser Seite unter meinen Kollegen hab ich irgendwie den unterschwelligen Wunsch gehabt, nichtsmehr aus meinem Privatleben zu erzählen. Whatever: ICH FAHR NACH BERLIN! Neuigkeiten, was? ;)
Ich werde mir ein schön distanziertes Wochenende machen, mir Berlin ansehen, in tausenden von Cafes und Bars abtauchen und feiern bis zur Bewusstlosigkeit. Trotzdem ist mir mulmig bei dem Gedanken. Berlin, so weit weg von zuhause und mit Personen, bei denen ich mir des Vertrauens nicht sicher bin. Aber ich seh meinen Bruder! wirrwarrrrrrrrrr

Montag, November 12

Kate Nash - Foundation

Montag, Oktober 29

Ich hab keine Lust mehr

Es ist Montag morgen, 6 Uhr. Ich komme gerade von der Notapotheke, habe mir die wohl teuersten aber auch hoffentlich wirksamsten Schmerzmittel der Welt besorgt. Und ich habe noch nicht eine Minute geschlafen. Dabei habe ich 13 Std Arbeit vor mir..

Wenn der Scheiss nun schnell wirkt, krieg ich vielleicht noch eine Stunde Schlaf vorneweg.

.. BITTE!

Sonntag, Oktober 28

Traumhaft

Kann mein Leben eigentlich _noch_ verrückter werden?

Mittwoch, Oktober 24

Update

-> done.

"Wenn zwei so frisch verliebte sich trennen.. was ist das für ein Wahnsinn?" - "Der Wahnsinn nennt sich Vernunft."

Dienstag, Oktober 23

smth strange

Ok, ich hab derzeit absolut keine Muse zum bloggen.. geschweigedenn Zeit. Mein Job ist unglaublich einvernehmend, 50 Std Wochen gehören zum Standard. Und irgendwie, irgendwo dazwischen hatte ich doch Zeit jemanden kennenzulernen (natürlich auf der Arbeit). Aber das hat natürlich einen Haken - nicht nur einen, wenn ich ehrlich sein soll.
Wie dem auch sei, wir sind nun in 10 Tagen 5 mal ausgegangen, hatten Spass und sind dabei auf ganz diskrete, geradezu altmodische Art und Weise vorgegangen. Wären diese vielen "Aber" nicht vorhanden, würde ich mich vielleicht auf den nächsten Schritt einlassen. Aber dann müsste ich meinen Job kündigen, denn meine Chefin tolleriert ein engeres, privates Verhätlnis zwischen Stammgast und Angestelltin nicht. Wüsste sie, dass wir ausgehen, hätt ich schon meine Kündigung in der Hand. *sigh* Und wäre es bloss der einzige Contra-Punkt..
Ich hab mir also vorgenommen es zu beenden - eigentlich schon Donnerstag, als wir am Hafen essen waren. Irgendwie hat das nicht geklappt. Nun nehme ich es mir für heute vor. Ja, heute. Heute Abend. Beim Essen. Jawoll. [...]

Naja, sonstige Neuigkeiten: Ab 01.01.2008 wohne ich wieder alleine. Dino geht zurück nach Winsen, seiner Heimat. Es wird für uns beide extrem schwer, wir sind es nichtmehr gewohnt ohne einander zu sein. Als er es mir sagte, sassen wir den ganzen Abend zusammen und haben zwischen lachen und weinen abgesprochen, unsere freien Tage weiterhin miteinander zu verbringen. Leider weiss ich, dass es nicht so kommen wird. Wir sind beide zu faul, um die Strecke Winsen - Hamburg für 2 Tage auf uns zu nehmen. ;)

Weiterhin: Meine Arbeitskollegin denkt, ich will sie mobben. Der Auslöser dafür ist so lächerlich, dass er nichtmal erwähnenswert ist. Samstag auf der Arbeit fragte mich dann ein Kollege: "Und was hast an deinen freien Tagen gemacht?" - "Arbeitskollegen gemobbt." - "Nein, ich meine gestern, wo du frei hattest!" - "Neue Pläne zum mobben von Arbeitskollegen ausgedacht."
Natürlich stand sie hinter mir, und hat es mitbekommen. Nun schmollt sie erstmal. Was soll's.

Das wars erstmal, ich räum nun die Bude auf und gehe dann duschen. Meine Verabredung wartet.

Donnerstag, Oktober 4

Die wunderbare..

.. Nina Hagen! Einer ihrer Songs, bevor sie nach England ausgewiesen wurde:





Und ja, haltet mich für verrückt, aber ich steh total auf den Song (meine Arbeitskollegen und mein Mitbewohner können es bezeugen - "Hör auf zu singen, verdammt nochmal!").

Montag, September 10

Bitte nicht weitersagen!

Aus gegebenem Anlass möchte ich das Thema Eva Hermann aufgreifen. Weniger Frau Hermann als das Thema Nationalsozialismus und wie man heute damit umgeht. Ja, Eva Hermann hat in der Öffentlichkeit eine Dummheit aus ihrem Munde gelassen, aber den Aufstand darum verstehe ich nicht so ganz. Ist es, weil ihre Aussage einfach total dusselig formuliert war (Halloooo, die Mütter wurden damals nicht wegen ihrer tollen Familienarbeit gelobt, sondern nur, weil und wenn sie viele Kinder für den Führer gebaren!) oder weil es mal wieder um das "verbotene" Thema geht?
Muss man sich neuerdings in einen abhörsicheren Raum einschliessen um den Namen Hitler laut aussprechen zu dürfen? Denn wenn jemand, und ich spreche nicht von einer in der Öffentlichkeit stehenden Person, sich laut über Hitler oder seine Zeit unterhält, dann wird man gleich von allen Seiten kopfschüttelnd angestarrt. Nur weil ich mich über Hitler, Goebbels oder Mengele unterhalte, bin ich doch nicht gleich eine Verherrlicherin deren Taten?! Oder? Sehen es die anderen wirklich so? Langsam bin ich wirklich unsicher.

Wo wir gerade dabei sind.. ich unterhalte mich nunmal gerne über den 2. Weltkrieg. Ja, dazu stehe ich. (Ich warte auf die weisse Kapuze in meiner Post.) Am Wochenende unterhielten ein paar meiner Freunde und ich uns mal wieder scherzhaft über Goebbels und seine rethorisch geschickten Reden. Diesmal war ein recht aufgeweckter junger Kerl unter uns. Sehr hibbelig und laut. Spielt gerne das Opfer für unsere bissigen Kommentare. Aber wir merkten Recht schnell, dass ihm das Wissen über das dritte Reich und den 2. Weltkrieg irgendwie - fehlte. Für das Wort habe ich jetzt 2 Minuten gebraucht. Wie dem auch sei: Hier eine Zusammenfassung seines (so glaubt er) Wissens:

Die SPD hat den 2. Weltkrieg angefangen. Das Reishaus wurde angezündet. Hitler machte nur Ferien in Holland. Und zuallererst fiel er in Frankreich ein.
Es gab noch weitere, unübertreffliche Aussagen von ihm, allerdings war die Beste, die ich je hörte: "Was ist ein Goebbels?"

Junge, du solltest mehr Kakao trinken.


(Ich stehe schon vorne an der Tür und warte auf die Polizei, die mich jetzt sicher nach meiner rechtsradikalen Neigung befragen möchte.)

Montag, September 3

Jungschauspieler und das ewige Leid

American Pie. Scream. Spiderman. Nur drei von unzähligen Filmen die in den letzten Jahren die Leinwand beflecken durften. Filme, die hochgelobt und für die Leistung der Jungschauspieler bejubelt wurden. Ehrlich gesagt: in meinen Augen ungerechtfertigt.
Seien wir doch ehrlich: Die "Fans" der Jungschauspieler sind eher an deren Privatleben interessiert als an ihrer schauspielerischen Leistung. Durchforsten das People Magazin nach unästhetischen Fotos, suchen im Internet nach Skandalvideos und lästern mit ihren Freunden über das "wer mit wem". Aber wo sind die offenkundigen Fans von Al Pacino und Robert DeNiro? Wieso hängen keine Poster von Andy Garcia (und der sieht echt lecker aus) oder Robert Redford in unseren Wohnzimmern? Und wieso interessieren sich die jüngeren Film- und Fernsehzuschauer nicht für dessen Privatleben? Wieso muss sich eine Meryl Streep erst in einem Film wie "Der Teufel trägt Prada" behaupten (und sie war wirklich gut, eine beständige Leistung) um im Gedächtnis unserer Fan-Generation wiedererweckt zu werden?

Hier muss ich einfach den Kopf schütteln.

Mittwoch, August 15

Aufräumtag

Man hat es min. 1x in der Woche. Zumindest ich. Einen Fimmel, es überkommt mich. Ich muss aufräumen. Putzen.
Diese Aufräumtage sind für mich pure Entspannung. Laute Musik, viel Zeit zum nachdenken. Und ich fühle mich pudelwohl, wenn alles wieder strahlt und glänzt.
Heute habe ich mir vorgenommen, mich selber wieder zum strahlen zu bringen. Und dazu ist vorab natürlich aufräumen angesagt.
Schmutz: Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Kopf durcheinander wegen Exfreund, Appetitlosigkeit und der stete Wunsch eine Zigarette zu rauchen.
Wo fange ich an.. ich glaube, das akute Thema ist mein Exfreund. Nun, wie in einem Vorpost erwähnt, habe ich mich letzten Mittwoch von ihm getrennt. Die Gründe sind simpel und ausreichend um dieser Trennung kein Veto einwerfen zu wollen. Seitdem habe ich versucht viel Abstand zu ihm zu gewinnen. Es klappte auch gut! Wirklich! Besser als ich dachte. Bis.. nunja, bis er mir gestern eine Nachricht schrieb. Selten hat mir jemand solche Worte gesagt. Er hat sich für die Zeit mit mir bedankt, hat mir gesagt, was für ein wertvoller Mensch ich sei, dass ich mich nie verstellen oder verkaufen soll, dass es ihn immernoch anficht, wenn er mitbekommt, dass andere Leute respektlos mit mir reden und dass er weiss, dass es ihn nichtsmehr angeht. Trotzdem sagte er es mir. Und es traf mich, unerwartet und mit voller Wucht. Es versaute mir den Tag. Allerdings erledigt sich das aufräumen fast wie von selbst: Er ist gerade nach London geflogen und wird die nächsten 3 Wochen auch dort verweilen. Das heisst, vielleicht wollte er mir die Dinge gestern nur abschliessend sagen. Nun ist es vorbei. Ich präge es mir ein!

Appetitlosigkeit und Schlafstörungen lassen sich wohl nicht so einfach vom Tisch fegen. Seit einer Woche plagen mich Albträume, alle 2 Stunden werde ich wach, schaue mich verstört um, gehe ein paar Schritte durch die Wohnung und versuche wieder ohne nachzudenken einzuschlafen. Mein Kopf ist schwer. Ich bin zu emotional und steigere mich zu schnell in etwas hinein. Aber dieser Zustand zeigt mir, dass ich lebe und zwar in allen Facetten. Wäre ich nicht so emotional und wären mir meine Umwelt, meine Freunde oder mein eigenes Leben nicht so wichtig, würde ich mich nichtmehr wohl in meiner Haut fühlen. Ich lebe doch nicht für mich alleine!? Ich lebe, meiner Auffassung nach, um anderen beizustehen durch dieses Leben zu gehen. Eine Freundin zu sein, eine Liebhaberin, eine Schwester, ein Hausdrachen, eine Unterhalterin, eine Heulsuse.. einfach ich zu sein. Aber all das nimmt mich in letzter Zeit mit. Vielleicht sollte ich ein paar meiner Rollen einschränken, mich etwas weniger zugänglich für andere machen. Vielleicht würde mein Kopf dann leichter werden. Was für ein Therapievorschlag!

Das letzte, leidige Thema ist das rauchen. Ich trinke nicht, 2x im Jahr vielleicht. Das soll mein anderes Laster nun rechtfertigen. Ich habe nicht geraucht, während ich mit Cornelius zusammen war. Er hasst es. Also hab ich es ihm zuliebe gelassen. Und warum habe ich wieder angefangen? Gute Frage. Vielleicht weil ich Angst hatte, mehr zu essen, wenn ich Kummer habe (wie nach einer Trennung). Und rauchen stoppt bei mir das Hungergefühl. Vielleicht sollte ich mich in einem Fitnessstudio anmelden. Das wäre doch eine Lösung! Kummer = Sport. Wenn diese Formel aufgeht, könnte ich ruhigen Gewissens aufhören zu rauchen.
Ich vermute, ich werde mich in Zukunft recht häufig in einem Fitnessstudio vorfinden.

Donnerstag, August 9

roar

Ich habe hier eben einen wirklich klasse Text verfasst. Es ging um meine Trennung und ich war mehr als froh, diesen Text zu haben, an den ich mich halten kann und mit dem ich mir alles von der Seele schreiben konnte. Dieses abgefuckte Bloggersystem meinte dann aber einen Fehler verursachen zu müssen. Der Text ist weg. Bei dem Versuch den Schaden in Grenzen zu halten, traf ich auf die Erklärung "drücken sie einfach 'Text wiederherstellen' und der von ihnen geschriebe Text erscheint!". Nun, bei mir gibt es diesen Button nicht, bzw. er ist unsichtbar. Und wenn man ihn anklickt passiert NICHTS. Rein garnichts! OK? ok!

Jetzt bin ich echt wütend.

Sonntag, Juli 22

Verrückte Momente die ich nicht vermissen möchte!

Mein Mitbewohner hält sich für Dr.Zoidberg (Futurama).

Ungelogen, er läuft seit Tagen grösstenteils nurnoch so durch die Wohnung:





(Ich hab auch nur 45min auf Youtube nach diesem Clip gesucht.)

Donnerstag, Juli 12

Einmal Keller bitte!

Dieses emotionale auf und ab nervt. Es nervt nicht nur Aussenstehende, es nervt vor allem mich.
Gestern war noch alles okay, ich habe soviel gelacht. Und heute, endlich, gibst du mir ein Zeichen und es werden Dinge ausgesprochen. Und ich kann mich gehen lassen. Ich habe lange nichtmehr so impulsiv losgeheult. Aber es tut gut. Endlich, auch wenn der Damm in die falsche Richtung aufgebrochen ist, so hast du ihn immerhin brechen lassen.

Nun hoffe ich nurnoch, dass es dir irgendwann wieder besser geht und du mir dies wenigstens auf einer freundschaftlichen Ebene mitteilen kannst.


Ohh tonight, you killed me with your smile, so beautiful and wild.. so beautiful.

Samstag, Juli 7

Lustig ist,

wenn man sich beim Haare machen KT Tunstall - Suddenly I See anwirft, lautstark mitsingt, die Prozedur 30min durchzieht, dann voller gute Laune das Haus verlässt und im Treppenhaus auf den noch komplett neuen Nachbarn trifft und er einen mit einem leise gesummten "suddenly i see" begrüsst. :D

Dienstag, Juli 3

Gefühllos

Ich habe festgestellt, dass ich ziemlich gut darin bin, Gefühle zu unterdrücken. Seit gestern müsste ich eigentlich unglaublich wütend, sauer, enttäuscht und/oder traurig sein.
Nun, wenn ich so hier sitze, alleine, auf meiner Couch oder auf meinem Chefsessel, dann kann ich diese sich anschleichenden Gefühle überrumpeln. "Nein, heute nicht!"
Gleichzeitig füllt sich mein Körper, zwischen dem oberen Halsbereich und meiner Leber, mit einer Art Leere. Als wenn man sich im freien Fall befindet (was man nur kennen sollte, wenn man im Free Fall Tower sass). Amüsantes Gefühl!

-

Aber wehe dem, der den aufkommendem Wind belächelt.

[I]|cojo: das sieht für mich gerade aus wie ein öltanker der in fahrt gekommen ist und der nicht mehr zu stoppen ist
[I]|cojo: ok öltanker ist jetzt nicht so ein charmantes beispiel

Arsch.

Montag, Juli 2

Abstinenz

Seit Monaten nehme ich mir vor, meiner Tante einen Brief zu schreiben. Ich habe sogar schon einen verfasst, ihn aber nie Korrektur gelesen oder es in Betracht gezogen, ihn einfach so abzuschicken. Nun, vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich mit niemandem, ausser meiner Mom und meinem Bruder, in meiner Familie seit über 2 Jahren gesprochen habe. Dass ich mich verletzt fühle, enttäuscht bin und eine Menge Wut aufstauen konnte. Meine Familie ist nunmal nicht mehr meine Familie. Akzeptiert.
Dieser Brief sollte eine Erklärung sein. Eine Erklärung für meine Flucht vor ihnen und meine Abneigung gegen ihre ab und zu geheuchelte Liebe. Er sollte meiner Tante klarmachen, dass ich erwachsen bin, meinen eigenen Kopf habe, mich nichtmehr manipulieren und ausspielen lasse, kein Druckmittel mehr darstelle und erstrecht nichtmehr Auffangbecken für gestörte Persönlichkeiten (und Gott allein weiss, wieviele allein diese Familie beherbergt) spiele. Diese Punkte betreffen weniger sie, aber die Konsequenz betrifft sie leider auch. Aber er sollte ihr auch sagen, dass ich positive Momente voller Zuneigung nicht vergessen habe. Dass ich mich sehr gut an unsere Gespräche erinnere, oder daran, wie sie mich (damals 12) und meinen Onkel (damals 13) auf der Hochzeit meiner Mutter mit Alkohol und Zigaretten versorgte und wir 3 voll erwischt wurden. Jetzt muss ich grinsen. Diese Aktion war wirklich godlike. Wie Opa angerast kam.. wie ein schnaufender Stier.. "hauch mich mal an!". :D

Nun, der Punkt ist aber folgender: Ich wollte/will ihr mit diesem Brief ein stilles Danke aussprechen. Danke, dass du mit mir meinen ersten Gang zum Frauenarzt gegangen bist (nicht lachen, als junges Mädchen hat man echt Panik vor dem Mann mit dem Spekulum). Danke, dass du mit mir über Männer gesprochen hast - gerade heute erinnere ich mich sehr gut an deine Worte und ich halte mich an deinen Rat. Danke, dass du damals ins Krankenhaus gekommen bist und mich am Krankenbett mit Süssigkeiten und Weintrauben versorgt hast und mit mir nicht über das Warum und Wie sprechen wolltest.

Tja, nun habe ich doch eine Art Brief verfasst. Einen Brief den sie wohl nie lesen wird.
Vielleicht, weil sie dann wüsste, dass ich seit Beginn meiner neuen Beziehung noch keinen Sex hatte. DANKE! Grrr. :)

Mittwoch, Juni 20

Family Guy

Ich lasse meine Lieblingsserie einfach mal für sich sprechen:

Intelligenzquotient




Political correctness




German History






Einfach mal auf Youtube.com nach Family Guy suchen und anschauen. :)


(Wer über die Ausschnitte nicht lachen kann: Interessiert mich nicht. Ich mag meinen Humor.)






/edit

Extra für Timmay



Freitag, Juni 15

Ein Schritt nach dem anderen.

Heute habe ich das erste mal einen grossen, richtigen Schritt Richtung Zukunft gemacht. Ein toller Schritt. Ein Schritt, der mir viel Platz für einen Sternschritt lässt. Ja, Basketball hat recht wenig mit meinem Leben zu tun, aber zumindest erinnere ich mich noch an diesen Sport. Und an Ausweichmöglichkeiten. Jetzt nur nicht ausweichen.
Ich schlage die Hände über meinem Kopf zusammen - sooo viel zu tun. Sooo viel zu beantragen. Sooo viel zu telefonieren. Und nur 10 Tage Zeit. Es werden keine angenehmen Telefonate. Ich muss zum Beispiel im Krankenhaus anrufen und Bescheinigungen über meinen 8 Monate Aufenthalt beantragen. Witzig, dass meine ehemalige Krankenkasse nun meint, ich solle das selber bezahlen. Die haben wohl 'nen Dachschaden. Wie dem auch sei..
Zwischen diesen Schritten gen "da vorne" gibt es zusätzlichen Stress. Dino und ich sind in letzter Zeit weniger Freunde als zwei sich ankeifende, schreiende, geladene Teilchen, die bei Aufeinandertreffen eine Explosion herraufbeschwören. Zugerne denke ich an die gemeinsam verbrachte Zeit, die Zeit in der wir zusammen gewohnt haben und uns gegenseitig in einem Spiel vom Sofa geschmissen haben. Die Art Zeit, in der man zusammen lacht, weil man verkrampft versucht "Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid" 10mal schnell hintereinander zu wiederholen. Die Art Zeit, in der man wortlos nebeneinander sass und trotzdem alles ok war. Derzeit ist leider garnichtsmehr ok. Wenn wir uns streiten, nehme ich die devote Seite ein. Er redet auf mich ein und ich schweige ihn in den Wahnsinn. Ich fühle mich, trotz allem was er für mich getan hat und teilweise immernoch tut, eingesperrt. Beengt. Nicht körperlich, damit kann ich umgehen. Allein durch mein schweigen während seines "Streitmonologs" merke ich, dass ich mich nicht entfalten kann, mich gehemmt fühle. Und das einzig aus dem Grund, dass ich denke, ich schulde ihm etwas und da ich es nicht zurückzahlen kann, gebe ich mein stummes Ja zu seinen Vorwürfen. Seitdem versuche ich nichtmehr existent für ihn zu sein.
Und wenn es mit Dino gerade erträglich ist, kommt Cornelius ins Spiel. Die Gefühle für ihn sind überwältigend. Ich fühle mich wohl und geborgen in seiner Anwesenheit, geliebt und sicher. Und wenn er mich berührt, ist es wie ein zucken durch den ganzen Körper. Ein Stromstoß. Aber nichtsdesto trotz bin ich froh darüber, ihn so selten zu sehen. Das lässt mir Zeit mich an Platz 1 zu stellen und mich um diese wichtigen Dinge zu kümmern.
Und jetzt, wo ich merke: Es tut sich was! - werde ich wieder offener und zugänglicher für meine Umwelt und meine Freunde. Wo ich mich vorher monatelang verkrochen habe und mit niemandem sprechen wollte, lasse ich plötzlich niemanden mehr aus meiner Nähe. Ich hab' viel mit Thilo geredet, der sich trotz einer herben Enttäuschung innerhalb unserer Freundschaft, langsam wieder zu einem vertrauenswürdigem Freund entwickelt. Und es lässt mich stolz auf ihn sein. Uh, achja, und dann ist da noch Sven, den ich seit fast 2 Jahren nichtmehr gesehen habe. Nächsten Mittwoch gehe ich mit ihm was trinken. :)

Ist nurnoch eins zu klären: Knapp 2 Wochen nach dem vergessenem Geburtstag meiner Mom sollte ich mich mal trauen sie anzurufen. Zumal ich Unterlagen von ihr benötige. Aber in erster Linie müsste ich mich entschuldigen, dass ich sie und ihren Geburtstag vergessen habe.

Wenn ich diesen Punkt aber nach ganz hinten Stelle.. mhhh.. ok! Nochmal von vorne. Ich schlage die Hände über meinem Kopf zusammen...

Mittwoch, Mai 30

Ich und das andere Ich

Dies wird ein, wie überraschend, ich-bezogener Beitrag.

Also Ich:
Ich hab viel zu tun. Ich ziehe um, ich habe einen neuen Job und beginne eine neue Beziehung. Garnichtmal so schlecht. Sicherlich gibt es hier und da einige mich auffressende Probleme, die mir manchmal den Schlaf und den Verstand rauben, mich heimlich weinen lassen und eine Verzweiflung hervorrufen, von der ich aber weiss, dass sie nur von gewisser Zeit sein wird.

Das andere Ich:
Trotzdessen, dass ich mich so sehr in mein Leben hänge, lasse ich zuviel (?) Platz für andere Leute und ihre Depressionen. Ich weiss nicht wieso, aber ich bin dann auch noch so geblendet, dass ich diesen Personen helfen will. Und heute musste ich mich dann vorwurfsvoll von meinem Mitbewohner fragen lassen, wieso ich dieser Person denn bitte noch helfen möchte, nach den Dingen die waren.. nicht, dass er weiss, was war, aber er weiss, dass diese depressiven Menschen, denen ich nun helfen möchte, mir einmal sehr weh getan haben. Ein sehr verwirrendes Syndrom.
Vielleicht sollte ich einfach aufgeben. Aber wäre ich dann nicht so, wie jene, denen ich helfen möchte?

Freitag, Mai 11

Ja, ich gestehe..

.. ich bin sowas von verliebt. Unglaublich!
Dieses Gefühl war schon fast aus meinen Erinnerungen verschwunden.

Ich kann nicht in Worte fassen, was für Stromschläge er in mir auslöst und wie glücklich er mich macht. Oh Gott! :)

Freitag, Mai 4

.. und es geht weiter

Montag werde ich noch ein paar Formalitäten klären und dann ist es soweit. Ich werde meinen eigenen Weg gehen, ohne irgendwen an meiner Seite. Völlig auf mich alleine gestellt. Und ich werde es schaffen. Vielleicht war ich körperlich nie alleine.. Dank einer Lena oder eines Dino.. aber im Kopf war ich es immer. Nun muss ich mich nurnoch durchsetzen. Stark sein. Ohne Kerl und ohne beste Freundin, völlig unabhängig, mein eigenes Leben leben. Es wird hart, ohne Frage, vor allem für Menschen, die immer eine Schulter hatten, an die man sich lehnen konnte, aber ich muss diesen Schritt gehen.
Ich werde 23 und bin ein kleines Kind, dass sich zugerne hinter Mommies Rock versteckt.
Und ich werde dieses "Privileg" noch ein paar Wochen geniessen dürfen. ..bevor die Mommy ihr Kind das erste mal ins Freischwimmerbecken schubst.

Kontrolle verloren.

Ok, ich dachte nicht, dass es je soweit kommen würde, aber ich glaube, ich habe nichtsmehr im Griff. Meine Gefühle sind total durcheinander; Der Frühling mag daran Schuld sein, oder einfach dieser Kerl, der mich in den Wahnsinn treibt. Und es fühlt sich gut an.
Ich stehe unter Strom, selbst die geschriebenen Sätze sind für mich wie Wörter auf einer Autobahn. Sie rasen an mir vorbei - und irgendwann falle ich um. Wielange kann ein Mensch dieses Tempo halten?
Der Knall wird kommen, und egal wie es endet, er wird erleichternd sein.

Mittwoch, April 4

emotionale intelligenz

Emotionale Intelligenz hat rein garnichts mit Allgemeinbildung zu tun. Ganz im Gegenteil. Bilden kann man sich immer und überall, wenn man es denn möchte. Man kann sich entwickeln. Der Mensch entwickelt sich. So heisst es doch immer, oder?

Ich muss gestehen, ich sehe mich da anders. (Sieht sich jeder, ich weiss.)
Ich sehe mich als besonders. (So wie jeder sich sieht.)

Nehmen wir das Beispiel der Blondine. Aufgetakelt, Paris Hilton Sonnenbrille, weisser Rock, Sonnenbankbräune, 2 Tonnen Schminke im Gesicht. Ich wäre jetzt ganz abwertend (bin ich es nicht schon?) und würde das Mädel innerlich auslachen (so wie ich es eigentlich immer tue). Ich würde mir sagen "oh je, du musst noch viel lernen". Ich würde mich, ohne äusserliche Anzeichen, über dieses Mädchen stellen. Sie wäre für mich nur eine "Tussie".

Nun, hier stehe ich, in meiner hüfthohen, olivfarbenen Hose, meinem passendem Tanktop und meinen schwarzen Sneakers. Ich fühle mich gut darin, ich fühle mich nicht abstossend oder verkleidet. Ich denke mir, im Stil der "du-darfst" Werbung, du siehst garnichtmal so übel aus, Baby - und wirke in genau diesem Augenblick genau wie die Tussie in ihrem Wannabe-Schick.

Das einzige was uns nun noch unterscheidet, sind unsere offensichtlichen Interessen. Ich denke über mich nach, über sie, ich versuche zu analysieren und zu kaschieren, während sie ihr Handy herrausholt und mir vorspielt, sie würde ein wichtiges Telefonat führen. Ich weiss, dass niemand in der Leitung ist, denn ich bin nunmal nicht blöd und meine zu wissen, warum sie sich so aufspielt. Sie ist wichtig. Denkt sie. Und ich fühle mich in diesem Augenblick wieder erhaben.

Meine Analyse über dieses Mädchen führe ich auf meine emotionale Intelligenz zurück, etwas, dass meiner Meinung nach, leider nicht jeder besitzt. Oder besitzen will. Klingt ziemlich arrogant oder? Eine Parallele. Sie sieht arrogant aus und ich denke arrogant. Wo also liegt der Unterschied? Kann körperliche Überzeugung mit der geistigen mithalten? Möchte man immer wissen, spüren, wann man angelogen wird? Und möchte man das akzeptieren? Muss man es nicht sogar akzeptieren, um sich nicht selber irgendwann mit dieser Lüge abzufinden?
Manchmal wünsche ich mir, einfach dumm zu sein.

rrrring rrrrring

Es gab eine Zeit, in der ich mich nicht vor dem ringen des Telefons gefürchtet habe. Leider liegt die sehr weit zurück.
Mittlerweile ist es so, dass ich nichtmehr rangehen mag. Der penetrant laute Ton des 70er-Jahre Telefons löst in mir schieres Unbehagen aus. Im Bauch macht sich das flaue Gefühl breit, dass am anderen Ende der Leitung nichts gutes auf mich wartet. Mir wird körperlich richtig schlecht.

Letztes Wochenende musste ich Samstag wie auch Sonntag arbeiten und an beiden Tagen war sehr viel los. Ich war, so muss ich es eingestehen, ein klein wenig überfordert. Und dann passierte es, gerade als ich 20min zuhause war. Es klingelte. Dieses verdammte Telefon. Dino ging ran und an seiner Mimik erkannte ich, das Telefonat ist für mich. "Deine Mum glaub' ich."
Und in dieser fürchterlich kurzen Zeit von der Couch bis zum Telefon wollte ich sterben. Immer wieder reissen diese Wunden auf, mit jedem Telefonat, dass ich mit ihr führe. Sie hat mir vor 2 Monaten die Wahl gelassen, ob ich noch weiter mit ihr Kontakt haben will oder nicht und ich dachte diese Zeit in der ich mich nicht gemeldet habe, wäre eine Antwort. Nein, natürlich genügt es nicht. Warum nimmst du nicht etwas grobes Meersalz und drückst es richtig rein?!

Mir fällt immer nur derselbe Spruch ein:

Der Mensch kann vergessen, aber nicht verzeihen.

Donnerstag, März 29

Revival der Hysterie

Mittdreissiger Frauen stehen schreiend und kreischend vor dem Hamburger Radioturm. Heute sind Take That da. Die Frauen, allesamt erfolgreich im Beruf, verheiratet, 3 kleine Kinderchen die zuhause warten, scheinen fast das weinen anzufangen. So stand es in der Zeitung.
Take That, ein Phänomen vergleichbar mit dem Hype um die Beatles. Ja, und wenn man genau hinsieht findet man so manch beachtliche Parallele. Und ich muss gestehen, ich war vom Take That Fieber betroffen. Ich feierte ihre Musik, ich träumte von einem gemeinsamen Leben mit Mark Owen und ich weinte als die Band sich trennte. Bitterliche Tränen. Und mit mir trauerte eine ganze Generation von pubertären Mädels. Es gab Hotlines für akut Suizidgefährdete, und trotz dieser aufmerksamen Hilfestellung der Medien, Politiker und Frauenhäuser, nahmen sich ein paar junge Mädchen das Leben. Die Trennung von Take That hat ihr kleines Herz nicht verkraftet, weil sie damals, genau wie ich, tierisch in jemanden aus dieser Band verknallt waren und das nunmal die Welt bedeutete.

10 Jahre nach dieser phänomenal dramatischen Trennung sind Take That zurück. Zwar nur zu viert, aber Robbie Williams geht es nunmal nicht so gut. ;)
Und das Publikum ist geblieben. Diese im Leben stehenden Frauen werden wieder zu verzweifelten 15jährigen und versuchen ihren Liebling nur einmal kurz zu berühren. Nur einmal Mark Owen spüren!

Ich bin froh, dass ich diesem anscheinend tieftraumatischen Gefühlsebenen entkommen bin. Zum Selbsttest habe ich mir die Greatest Hits von Take That geladen und schmöker ein wenig in Erinnerungen von Gefühlen. Und ich bin erschrocken, wie schlecht einige Songs doch sind. Brrr. Take That dürfen ihre Gesichter und ihre Musik wieder einpacken, ich bin (gottseidank) nichtmehr in der Pubertät.

Mittwoch, März 14

Erschöpft

Ich bin geistig und körperlich an meiner Grenze. Die totale Erschöpfung. Allein letzte Woche habe ich 47 Stunden gearbeitet, ohne Pause. Ich wurde so dermassen in das Team integriert, dass man mir anscheinend hemmungslos vertraut (Hi Ladenschlüssel.) und mir soviel Arbeit auferlegt, dass ich selbst nach Feierabend noch überlege was zu tun ist, neue Konzepte ausarbeite und Listen auswendig lerne, die am nächsten Tag nichtmehr aktuell sind.
Das einzige, was mich auf Trab hält, ist der direkte Blick auf meinen Lohn. Jeden Montag Abend, während des Teamtreffens, wird abgerechnet, die Hälfte des Wochenlohns wird bar ausgezahlt und die anderen 4 Wochenlöhne gibt es am Ende des Monats auf die Kralle.
Heute wollte ich mich belohnen, habe meine Bereitschaft abgesagt, und bin in die Stadt, shoppen. Aber ich konnte nicht entspannen, es war zu anstrengend einzukaufen und ich habe mich gezwungen etwas auszusuchen.

Ich bin leer, ausgesaugt, ohne fühlbaren Aufschwung. Bitte, lieber Chef, gib mir weniger Stunden oder spürbare Mittagspausen! :(

Montag, März 5

Ups, i did it!

Ja, ich habe es getan. Ich bin einfach hin, habe mich vorgestellt, war total ehrlich und bin mit der Tür ins Haus.
Die Konsequenz: Ich habe einen Arbeitsvertrag in die Hand gedrückt bekommen. Ich fange morgen früh um 10 Uhr an.

WOOOOOOOOOOAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!

Endlich! Danke! Ich bin so glücklich, heute kann mich nichtsmehr treffen.

Ich hoffe nur, ich halte durch..

Freitag, März 2

Layout

Ja, ich habe mir gedacht: Grün nervt. Grün ist so penetrant. Versuchen wir es mit braun in braun. Penetrantes braun. Aber neu!
Ich kann mal wieder nicht schlafen und lenke mich mit so einem Blödsinn ab.


Ich hatte heute die Chance einen ziemlich coolen Job zu bekommen und ich habe sie nicht genutzt. Ich fühlte mich nicht stark genug. Also ziehe ich mich wieder zurück, in mein kleines Schneckenhaus, in der Hoffnung, alles klärt sich von alleine.
Das wird es aber nicht. Oh je, ich bin ein hoffnungsloser Fall..

Donnerstag, März 1

Meine Einstellung zu Liebe

Ich glaube weder an die familiäre, noch an die grosse "Herz" - Liebe. Nein, ich schreibe niemanden vor, was er zu denken hat, ich habe auch nichts gegen andere Ansichten und ich diskutiere auch gerne darüber, aber ich lasse meine Erfahrungen für mich sprechen.
Menschen empfinden Symphatien, denken sie lieben. Im Prinzip fühlen sie sich bloss verpflichtet, empfinden aus Gewohnheit.
Keine Empfindung hält für immer ohne von der Gewohnheit eingenommen zu werden. Ich verzichte auf diese Empfindung, die wohl jeder von uns träge durch die Welt schleppt.
Ich lebe nur einmal, zumindest erinnere ich mich bloss an dieses eine Leben und das werde ich ohne Verpflichtungen gegenüber irgendwem geniessen.

Aber vielleicht empfinde ich Dank der Gewohnheit irgendwann anders..

Samstag, Februar 24

lügen, betrügen und intrigieren

Ich weiss nicht wieso und ich kann mir das Phänomen kaum erklären, aber ist es nicht so, dass wir alle irgendwann mal eine vertrauliche Information bekommen und diese idealerweise ausschöpfen OBWOHL wir gebeten wurden, das nicht zun tun?
"Ok, ich erzähl dir mal was, aber das MUSS unter uns bleiben!" "Na klar!" "Der Tobi hat gesagt, die Marie sei eine fette Kuh!" "Oh, wie gemein, dabei mögen sich beide doch.."

Ich bin die perfekte Intrigantin. Dummerweise will ich es meisst garnicht, aber ich kann mein verfluchtes Schandmaul nicht halten. Ich versuche es oft, aber umso weniger gelingt es mir meinen Vorsatz über Verschwiegenheit einzuhalten.
In diesem Beispiel mag ich Marie. Tobi eigentlich auch. Aber ich fühle mich verpflichtet, Marie darüber aufzuklären, dass Tobi doch ein ziemlich gemeiner Typ ist. Ich erzähle es Marie. "Aber das bleibt unter uns, ja?" Natürlich ist Marie wütend und spricht Tobi gleich darauf an. Tobi kann sehr charmant sein und in seiner unbeholfen niedlichen Art entlockt er Marie den Namen der Petze, die, so behauptet er jetzt, doch fies gelogen hat um beide gegeneinander auszuspielen.
Um diesen Eindruck zu unterstützen, behauptet dann Tobi, dass ich ja eigentlich auf ihn stehe oder dass ich eifersüchtig auf Marie bin. Aus welchem Grund auch immer. Er behauptet es. Und weil Marie eine Schwäche für Tobi hat, glaubt sie ihm natürlich. So wird aus Ehrlichkeit Lüge und aus Zustimmung Ablehnung. Neue Lügen werden geboren und neues Vertrauen erschaffen: Basierend auf einer Lüge, die zu Tage kam, weil jemand im Vertrauen die Wahrheit sagte.
Verwirrend, oder?

Die Frage die bleibt: Soll man Schweigen um andere Lügen zu unterbinden? Oder soll man die Wahrheit sprechen, um neue Lügen zu provozieren, die dann doch wieder gegen einen verwendet werden. So oder so komme ich auf das Ergebnis, dass es viel zu leicht ist Menschen zu manipulieren und Intrigen aufzubauen.

Mancher Mensch lebt gerne mit einer Lüge um der Wahrheit zu entkommen.
Marie, du siehst toll aus.

Dienstag, Februar 20

Filmtipp

In der Videothek gefunden und für gut befunden: Lucky Number Slevin.
Viele unerwartete Wendungen, ein Hauch Dramatik gepaart mit Lügen geboren aus einer Utopie.

Slevin flüchtet zu seinem Freund Nick Fisher nach New York, nachdem er sein Haus, seinen Job und seine Freundin verloren hat. Dort angekommen, ist die Tür zu Fishers Wohnung zwar offen, aber er selber nicht aufzufinden. Anstattdessen rennt die muntere Lindsay von nebenan die Wohnung ein.
Bevor die Suche nach Nick losgehen kann, klopfen auch noch 2 verschiedene Teams an die Haustür, die ihn nacheinander zu ihren Bossen, den Rabbi und der "Boss", bringen. Slevin kann sich natürlich nicht als sich selber ausweisen, da ihm morgens die Brieftasche geklaut wurde. Da er nun für Nick gehalten wird, erfährt er auch, dass dieser ein paar offene Rechnungen mit den Herren Oberganster offen hat..


Überzeugend in ihren Rollen: Bruce Willis (Mr. Goodcat), Morgen Freeman (der Boss), Sir Ben Kingsley (der Rabbi!), Lucy Liu (verwirrter Wannabe-Columbo und leidenschaftlicher Quincy) und Josh Hartnett (Slevin, der Pechvogel .. ?! :))

Auch wenn das Zitat zu einem anderen, guten Film gehört:

Revenge is a dish best serverd cold.

Montag, Februar 12

Draussen ist doof

Betty machts möglich. Die Unlust das Haus zu verlassen ist vorhanden, auch wenn wir es alle negieren, so sind auch wir nicht selten zu faul rauszugehen.
Nun gibt es eine Kampagne, die mich wirklich aufregt. Die Betty Slogans "Draussen ist doof." oder "Bleib zuhause und belohn' dich beim fernsehen." fordern auf, alles nurnoch von zuhause aus zu erledigen. Im Werbespot sieht man Fahrradfahrer die im Regen gegen Laternen fahren und natürlich fahren wir alle täglich im Regen gegen Laternen. Von anderen hochgelobt schlägt mir die Kampagne nurnoch auf den Magen. In meinem Kopf setzt sich das Bild dieser Generation fest, die uns in der Zukunft einmal repräsentieren soll: Die Generation der Faulheit, bei uns fing es an. Wir gehen nichtmehr einkaufen, dazu haben wir ja jetzt Betty. Der Grund, dass wir nichtmehr rausgehen, so behaupten wir später einmal, ist nicht die pure Faulheit, sondern die Angst vor dem da draussen. Schüler laufen Amok, Bombenleger versuchen unsere Bahnhöfe zu sprengen und der Orkan Ende letztens Monats gab uns den Rest. Lehnen wir uns also lieber zurück, geniessen die bequemen Polster unserer Couch und lassen Betty alles erledigen. Nun müssen wir nurnoch den Hund so abrichten, dass er die Tür öffnet, unsere Bestellungen entgegennimmt und den Kurier bezahlt.
Vielleicht überkommt uns dann eine kleine Welle von Mitleid: Der arme Kurier.. durch den Regen.. mit dem Fahrrad.. vorbei an gefährlichen Schulen, Bahnhöfen und Laternenmasten..

Donnerstag, Januar 25

Schwerelos

Derzeit gleite ich einfach dahin, ohne zu wissen was kommt und wie es kommen wird. Ich schiebe die unangenehmen Dinge weiter vor mir her, ignoriere sie.

Ich weiss was ich tun muss, aber ich weiss nicht wieso es mir so schwer fällt diesen Schritt zu gehen.

Anbei: Ich habe mir am Dienstag abend eine Serie angesehen und zum Schluss gab es ein Resume der Folge bzw des Inhalts. Es ging um einen Mann, schätzungsweise um die 40, mit Krebs. Er weiss nicht ob er die Operation überlebt und will sich deshalb verabschieden. Jeder erwartet, dass er nette Briefe verfasst, aber er nimmt Videokassetten auf, auf denen er abrechnet, mit jeder Person die ihm einmal sehr weh getan hat.
Vielleicht sollte man nicht immer alles schlucken, ohne sich lautstark zu beschwehren. Vielleicht sollte man einfach mal sagen: Du tust mir weh.

Mittwoch, Januar 3

Neues Jahr, alte Sorgen.

Silvester ist ein Tag wie jeder andere. Zumindest sagt mein Mitbewohner das. Eigentlich hat er auch recht, aber irgendwie dann doch nicht. Oder kippe ich, gerade ich, der non-Alkoholiker, mir einfach so eine Flasche Asti rein und bejubel Knaller und Raketen die eigentlich schon gehörschädigend sind? Eher nicht. Also doch nicht einfach ein Tag wie jeder andere. Ja, ich könnte nun weit ausholen über Sinn, ethische Vorstellungen, tiefgründige Bedeutungen, Hoffnungsträger [...] bla BLA BLAAA! Interessiert eh keinen, mich sogar am wenigsten.
Für mich persönlich war Silvester immer nur etwas besonderes, weil ich es mit Menschen verbrachte die mir sehr wichtig waren. Dieses Jahr habe ich es ruhiger angehen lassen und mit nur einem Menschen gefeiert, der mir wichtig ist. Ungewohnt, aber sehr schön. Kurz nach Mitternacht raus und das Schlachthof-Feuerwerk bestaunt, dabei, wie es nunmal unsere Art ist, über andere Menschen lustig gemacht und Szenarien ausgemalt, in denen Bodenfeuerwerke plötzlich umkippen und alles abschiessen. Mein treuer Begleiter tat so, als würde er schwer verwundet, aus mehreren Richtungen gleichzeitig getroffen, leicht in sich zusammensacken und wir kugelten uns, als Nachbarn schon etwas perplex zu uns rüberstierten. Die schadenfrohen Witze über Leute die zu nah am Bodenfeuerwerk standen und eventuell bald in Flammen aufgehen könnten waren nur subjektiv ein Brüller, wie wir feststellten, aber es hielt uns nicht davon ab, weiter zu flüstern und zu kichern wie zwei Verschwörer im feindlichen Gebiet. Auf dem Rückweg in die Wohnung der obligatorische Anruf meine Begleiters bei seinem besten Freund: Wir sind im Krieg!

Aber gerade weil meine Silvesterfeier das erste mal nicht ausgelassen und extrem mit kurzzeitigem Gedächtnisverlust und peinlichem rumgeknutsche mit Meerschweinchen (nicht nachfragen!) endete, konnte ich meinen subjektiven Abschluss nicht finden. Mir ist, als wäre dieser stillose Bruch zwischen zwei Wintermonaten noch nicht dagewesen. Anstattdessen jucken mich irgendwelche Weihnachtsgrüsse von Menschen, von denen ich definitiv keine Weihnachtsgrüsse haben möchte. Ich ärgere mich wund über einen Weihnachtsgruss einer ganz bestimmten Person. Offensiv aggressiv (würde ich gerne handeln), aber leider passiv depressiv (mein derzeitiger Gemütszustand über diese Person).

Ok, ich verrate hier und jetzt, dass ich seit 73920 Sekunden wach bin, seit mindestens 2,5 Stunden den Theme zu Conan the Barbarian in der Endlosschleife höre und mich die Frage, ob ich mir die Haare radikal abschneide, zu keinem schlüssigen Ergebnis kommen lässt.

(Ich glaube ich habe mich ziemlich verrechnet.. soviele Sekunden.. wieviele Stunden sind denn das jetzt? Ich komm jedesmal auf ein anderes Ergebnis.. ^^)

Donnerstag, Dezember 21

Die Zeit der Liebe..

und Depressionen. Genannt Weihnachten.

Und genau jetzt passiert es, dass ich anfange mich selbst zu interpretieren. Ganz klasse. Wirklich klischeehaft. Während ich also in der Küche stehe und Gemüse schneide, suche ich nach einem guten Vergleich: Welche Verhaltensweisen, welches Tier, würde man am ehesten mit mir in Verbindung bringen.
Natürlich versucht man selbst alles um sich irgendwie in das Profil einer Löwin reinzuquetschen, aber ich sehe es mittlerweile ein: Ich bin keine Löwin. Also suche ich weiter. Pinguine fallen auch weg, die sind ein Leben lang mit nur einem Partner zusammen und ausserdem mögen sie kaltes Wasser und Fisch. Ich bin kein Pinguin.
Die Suche gestaltet sich schwierig. Mittlerweile bin ich zumindest schonmal zu dem Entschluss gekommen, dass jenes Tier gefangen genommen sein müsste. Also entweder ein Tiger im Zoo oder ein Meerschweinchen im alten Hasenkäfig. Denn ich habe alles getan um mich nichtmehr frei bewegen zu können. Ich habe mir meinen eigenen Käfig gebaut. Vielleicht sollte ich es mit einem trotteligen Otter versuchen?

Ich suche einfach weiter und aufgrund meiner andauernden Selbstinterpretation werde ich schon ein Tier finden. Im chinesischem Horoskop bin ich übrigens Ratte, aber das passt nicht so ganz zu mir. Ich mag keinen Inzest.

Donnerstag, November 30

Somewhere over the rainbow..

Gestern war ich in der Vergangenheit. Ich war in meiner alten Schule und habe meine Zeugnisse abgeholt. Ich musste etliche Kilometer zu Fuss zurücklegen und da erst kam es mir wieder. Ich hatte tatsächlich vergessen in was für einer versnobten Vorstadt ich gelebt habe. Perfekte Häuser, perfekte Menschen. Dort fahren nur die geschäftstüchtige Männer mit Autos - ihre Hausfrauen nutzen das Fahrrad, ihre Kinder nutzen das Fahrrad und sogar die Hunde fahren in einem Lenkerkorb vorne mit im Fahrrad. Die Strassen sind natürlich perfekt, nicht ein Riss im Asphalt. Der einzige Lärm rührt von der Müllabfuhr her, die im übrigen in so einer perfekten Welt nicht Müllabfuhr sondern Abfall-Wirtschafts-Gemeinschaft-mbh heisst. Die Müllwagen sind auch nicht alt oder verrostet, ich glaube sie riechen nichtmal. Kleine perfekte Hausfrauen, die sonst aus Langeweile nur ihre Nachbarn beobachten, scheinen mit kleinen Parfümflaschen hinter dem Wagen herzuschleichen.
Im Herz der kleinen Vorstadt steht das perfekte Gemeindehaus mit einem weissen Turm und einer wunderschönen Anlage vorneweg. Direkt daneben das Frauenhaus. In den Fenstern des Frauenhauses hingen Schilder aus "Poltergeschirr abzugeben" - diese Frauen sehen offensichtlich noch grosse Hoffnungen in der Ehe.
Ein Lächeln huscht mir da doch übers Gesicht.
Ich kam mir so fremd vor auf meinem Fussmarsch quer durch meinen ehemaligen Wohnort und trotzdem lachte mich jede dieser perfekten Hausfrauen auf ihren perfekten Fahrrädern auf dem Weg zum perfekten Supermarkt an. Am liebsten hätte ich eine nach der anderen vom Sattel gerissen und geschüttelt. Die Welt ist hier vielleicht perfekt für euch und eure verwöhnten, perfekten Kinder .. aber das ist nunmal nicht überall so.
Ich erinnere mich, dass es an unserer Schule Schwierigkeiten gab, weil man die Hauptschulklassen nicht voll bekam. Unser Jahrgang umfasste 4 Gymasialklassen, 3 Realschulklassen und 1,5 Hauptschulklassen. Ich glaube gen Ende war es nurnoch eine, mit 18 Schülern. Realschule und Gymasium hatten rundum 30 pro Klasse.
Eigentlich spricht das für diese Vorstadt, aber ich fühle mich deplaziert an so einem Ort.
Ich brauche mein Chaos und meine Provokation, kleine Gefechte.
Ich habe nicht einen Augenblick um meinen Platz in dieser Gemeinde getrauert.

Nun bin ich wieder in Hamburg. Ich habe einem alten Mann, ein sog. Bettler, auf dem Heimweg etwas Kleingeld gegeben und ihm angeboten ihn in eine Einrichtung zu begleiten, da es wirklich schon sehr kalt draussen ist. Er lehnte meine Hilfestellung freundlich ab und ich verstehe es. Die Realität ist für jeden anders.

Freitag, November 10

Don't lie to me..

A lady tells her husband to go to the store to buy some coke. He walks down to the store only to find it closed. So he goes into a nearby bar to use the vending machine. At the bar he sees a beautiful woman and starts talking to her. They have a couple of beers and one thing lead to another and they end up in her apartment. After they've had their FUN, he realizes its 3AM and says, "Oh no, its so late, my wife's going to kill me". "Have you got any talcum powder?" She gives him some talcumpowder, which he proceeds to rub on his hands and then he goes home.

His wife is waiting for him in the doorway and she is pretty angry. "Where the hell have you been?" "Well, honey, it's like this. I went to the store like you asked, but they were closed. So I went to the bar to use the vending machine. I saw this great looking girl there and we had a few drinks and one thing led to another and I ended up in bed with her." "Oh yeah? Let me see your hands!" She sees his hands are covered with powder and says..."You Damn liar!!! You were playing billiards again!!!"


Mittwoch, November 8

Menschen

Nehmen wir uns nochmal die Menschen zur Brust.
Ich erwähnte bereits vorher: Menschen sind so einfach. Berechnend. Ich selber bin es wahrscheinlich auch, aber ich besitze eine (vielleicht unangebrachte) Souveränität, die mich über andere Menschen lachen lässt. Nicht gerade nett, mh?
Empfindungen machen Menschen aus, sie handeln kaum noch intuitiv, sondern erst nach mehreren ausgewogenen Nachdenkphasen um jede Gefahr auszuschliessen. Auch hier hatte ich ein schönes Zitat ein paar Beiträge zuvor: Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Ich bin impulsiv. Und manche Menschen mögen mich dafür so garnicht. Ich falle mit der Tür ins Haus, renne mit dem Kopf gegen die Wand und breche mir beizeiten selber die Finger. Wer ein impulsives Ich hat brauch sich vor der sizilianischen Mafia nichtmehr zu ängstigen.

Leider bringen solche spontan-emotionalen Aktionen jede Menge Nachteile mit sich.
So entschied ich mich eines Abends, blind vor Wut über die Schnarcherei des neben mir liegenden Mannes, auf der Couch im Wohnzimmer zu schlafen. Leider liegt das Wohnzimmer neben dem Schlafzimmer und Monsieur wird wach, sobald man die Tür schliesst. Aber wir haben ja noch ein Sofa in der grossen Küche stehen. Also ging ich mit Decke und meinem Kuschelkissen in die Küche und liess mich auf dem 2-Sitzer nieder. Erwähnte ich schon, dass wir den Abend vorher griechisch gegessen haben? Und diverse Teller mit Knoblauchessenzen noch auf der Ablage standen? Ich habs ignoriert, Fenster auf und Augen zu.
Gute 4 Stunden später erwachte ich in der Morgendämmerung. Durch die Beschaffenheit der Lehnen unseres Ledersofas in der Küche war mein Nacken steif, mein Kopf dröhnte und der Knoblauchgestank aus meinem Mund war einfach unausstehlich. Meine Entscheidung bereuend trottete ich ins Bad, putzte mir erneut die Zähne und schlürfte zurück ins warme Bett zu Herrn Schnarchi. Von meinem demonstrativen Verhalten hat er natürlich nichts mitbekommen. Also alles umsonst. Impulsivität..

Und das war nur ein Beispiel meiner vielen Missetaten.

Aber ich beschwere mich nicht, impulsive Entscheidungen haben mir schon viele schöne Momente gebracht. Ein spontaner Kuss, ein spontanes "Ich hab dich gern", ein Lachkrampf ohne Auslöser.. ich liebe es! :)

Freitag, November 3

Zurück in die Zukunft..

Trotz der anhaltenden Euphorie der letzten Tage müsste ich mal meinen Hintern hochkriegen und ein paar Dinge erledigen vor denen ich mich bisher erfolgreich gedrückt habe.
Mitunter stehen ein paar Amtswege auf den Plan, sowie Verabredungen mit Bekannten die immer mal wieder angefragt haben. Eine Freundin die im süden Deutschlands lebt ist für genau 7 Tage hier im Norden und wir wollten zusammen was Essen gehen und uns in eine Talkshow setzen (als Besucher!). Und die ganze Zeit hab ich mich drauf gefreut.. Nun ist sie seit 2 Tagen hier und ich habe sie noch nichtmal angerufen.
Wovor habe ich immer so fürchterliche Angst? Arschbacken zusammenreissen würde ein ostdeutscher Tanzlehrer mir um die Ohren hauen. Aber ich mag nicht. Ich möchte einfach auf dem Sofa liegen und Family Guy gucken, abends dann was kochen und zusammen mit meinem Mitbewohner essen.
Nein, ich bin eigentlich nur total verwirrt. Ich will das garnicht. Es ist nur zu meiner Routine geworden, die angenehm erscheint. Gewohnheit. Bitter, wenn ich an mein Alter denke.
Ok, dann anders. Es muss was passieren.
Ich mache mir einen Plan für Montag. Und morgen rufe ich meine Freundin an und lade sie spontan ins Kino ein. Jawoll. Ich denke so könnte es klappen.
.. wenn ich mich und mein Durchhaltevermögen nur nicht so gut kennen würde.

Hilfe!

Montag, Oktober 30

such a perfect day

So entspannend wie heute war es lange nichtmehr.
Lustige Gespräche, schöne Musik, nette Menschen und ein bisschen Alkohol in der Sofa-Bar. Um bei einem Zitat zu bleiben: Ich geniesse die Leichtigkeit des Seins.
Ich bin relaxed.
Danke Euch beiden, ich fühl mich prima. :)

Sonntag, Oktober 29

Rollende Augen

In letzter Zeit habe ich oft über Dinge, Geschehnisse oder Menschen nachgedacht und dabei habe ich immer öfters meine Augen imaginär rollen lassen.
Ich bin definitiv keine Schublade, aber ich stecke Menschen in eben solche. Ok.
Dabei muss ich manchmal sogar drüber lachen. Die AXE-Werbung hat mich oft zum schmunzeln gebracht. Oh ja, wie er da steht und sich einsprüht. Göttlich. Oder der Verkäufer im Wal-Mart. Süss wie er mich bevorzugt, mir die Tüte aufhalten will. Und wie ich ihn, innerlich wieder mit rollenden Augen, ein zuckersüsses Lächeln schenke. So berechnend.

Menschen sind so einfach.

Und so kann ich, nachdem ich mir selber Klärung versprach, heute sagen: Ich habe es getan. Ich habe etwas geklärt. Wenn auch nicht auf die charmanteste Art und Weise, aber immerhin war ich nicht feige.
Drei Posts zuvor. Zwei Situationen hatten dringenden Klärungsbedarf.
Situation Eins: geklärt. Goodbye my dear.
Situation Zwei: wird Montag geklärt sein. Willkommen in der Realität.

Ich bin stolz auf mich. Ehrlich! :)

Gute Nacht Welt! Gute Nacht Hamburg.

Donnerstag, Oktober 26

Weisheit

Peter: I am going out.
Death: Wait, you can't tell anyone I'm here. For if humanity discovers that I'm not lurking in the shadows, consequences will be dire.
Peter: Go on.
Death: That's it.

(ep. #206, "Death is a Bitch")



Impulsive Menschen kennen keine Grenzen.




Dienstag, Oktober 24

another day





Jackpot!



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